Sony's 4K digital cinema camera with 8K sensor capability and advanced features.
Technische Details
Der Super 35mm CMOS-Sensor misst 24,7 x 13,1mm und arbeitet mit einer effektiven Pixelzahl von 11,6 Megapixeln. Die F55 zeichnet intern auf XQD-Speicherkarten in XAVC (50/100/200 Mbps) auf, extern über 3G/HD-SDI mit bis zu 444 RGB bei 4:4:4 Farbsampling. Das Gehäuse wiegt 2,6kg ohne Objektiv und verfügt über PL-Mount sowie optionalen FZ-Mount. Der Dynamikbereich erreicht 14 Stops, die Farbauflösung arbeitet mit 16-Bit-Verarbeitung. Variable Bildraten von 1-60fps in 4K und bis 120fps in 2K ermöglichen Zeitlupe und Zeitraffer-Aufnahmen.
Geschichte & Entwicklung
Sony stellte die F55 im Oktober 2012 auf der NAB vor, verfügbar wurde sie ab Februar 2013 als Nachfolgemodell der erfolgreichen F35. Die Entwicklung zielte auf die wachsende Nachfrage nach erschwinglichen 4K-Produktionen ab 2012. Ein Firmware-Update 2014 erweiterte die Funktionen um S-Log3 und Hypergamma-Modi. 2017 wurde die Produktion zugunsten der Venice-Serie eingestellt, nachdem die F55 vier Jahre lang als Sonys 4K-Flaggschiff fungierte.
Praxiseinsatz im Film
Die F55 kam in Produktionen wie "The Amazing Spider-Man 2" (2014), "Elysium" (2013) und zahlreichen Netflix-Serien zum Einsatz. Typische Workflows kombinierten interne 4K-Aufzeichnung mit externen Rekordern wie dem Odyssey 7Q für ProRes-Formate. S-Log2 und S-Log3 Gamma-Kurven ermöglichten extensive Farbkorrektur in der Postproduktion. Die hohen Bildraten bewährten sich besonders für Action-Sequenzen und VFX-Aufnahmen, während die kompakte Bauform Handheld- und Gimbal-Einsätze erleichterte.
Vergleich & Alternativen
Die F55 positionierte sich 2013 zwischen der teureren Alexa und günstigeren C300, bot jedoch als erste Kamera dieser Preisklasse native 4K-Aufzeichnung. Der direkte Konkurrent RED Scarlet übertraf sie in der Auflösung, die F55 punktete jedoch mit zuverlässigerem Workflow und besserer Low-Light-Performance. Moderne Alternativen sind die Sony FX9, Canon C500 Mark II oder die Alexa Mini LF. Die F55 eignet sich heute noch für Budgetproduktionen, die 4K-Qualität ohne aktuelle Kameramieten benötigen.