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Sigma High Speed Prime
Kamera · Equipment

Sigma High Speed Prime

Murnau AI illustration
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Lichtstarke Festbrennweiten von Sigma mit Offenblenden ab T1.5 — ermöglichen Aufnahmen bei wenig Licht mit geringer Schärfentiefe.

Technische Details

Brennweiten

142024355085105135
T2.0T1.5T1.5T1.5T1.5T1.5T1.5T2.0
0,27m0,28m0,25m0,30m0,40m0,85m1,00m0,87m
1,5kg1,2kg1,2kg1,2kg1,3kg1,5kg1,6kg2,0kg
9595959595959595
104°84°74°54°40°24°19°15°
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PL/EF/E/L · 95mm Front · 180° Fokus · T1.5-T2.0 · Full Frame

Geschichte & Entwicklung

Sigma kündigte die High Speed Prime Serie 2016 auf der NAB an und lieferte die ersten Objektive 2017 aus. Die Entwicklung basierte auf der erfolgreichen Art-Objektiv-Serie für Fotografie, adaptiert für cinematographische Anforderungen. 2019 erweiterte Sigma das Portfolio um die 200mm-Brennweite und führte die I/Technology für verbesserte optische Leistung ein. Die Serie etablierte sich als kostengünstige Alternative zu traditionellen Cine-Objektiven von Zeiss, Cooke oder Leica.

Praxiseinsatz im Film

Die Objektive finden Verwendung in Independent-Produktionen, Dokumentarfilmen und kommerziellen Projekten mit begrenztem Budget. Kameraleute nutzen die hohe Lichtstärke für Available-Light-Szenen und geringe Schärfentiefe bei Porträts. Die 35mm und 50mm Brennweiten sind besonders beliebt für Handheld-Aufnahmen in engen Räumen. Netflix-Produktionen wie "Stranger Things" setzten einzelne Brennweiten für spezielle Sequenzen ein. Der einheitliche Look der Serie ermöglicht problemloses Schneiden zwischen verschiedenen Brennweiten.

Vergleich & Alternativen

Im Vergleich zu Zeiss CP.3 oder Sony FX Primes bieten die Sigma High Speed Primes ähnliche Lichtstärke bei deutlich niedrigerem Preis, jedoch mit etwas geringerer mechanischer Präzision. Canon CN-E Primes erreichen vergleichbare Bildqualität, sind aber weniger lichtstark. Moderne Alternativen wie die DZOFilm Vespid Serie oder Venus Laowa Nanomorph bieten speziellere optische Charakteristika. Für große Studioproduktionen werden nach wie vor traditionelle Cine-Objektive bevorzugt, während Sigma High Speed Primes die Mittelklasse-Produktionen dominieren.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Als DoP schätze ich besonders die durchgängige T1.5-Lichtstärke der Serie, die mir selbst bei ISO 800 noch brauchbare Bilder in schwierigen Lichtsituationen ermöglicht. Die einheitlichen Gear-Positionen sparen Zeit beim Objektivwechsel am Gimbal, und die konstante Farbtemperatur reduziert den Grading-Aufwand erheblich. Einzig die etwas weichere Mechanik der Fokusringe erfordert präziseren Umgang als bei Zeiss-Objektiven.

Regisseur

Die extreme Lichtstärke gibt mir dramaturgische Freiheit für Available-Light-Szenen, ohne künstliche Beleuchtung die natürliche Stimmung zu zerstören. Besonders bei Nachtaufnahmen oder in Innenräumen kann ich authentische Atmosphäre bewahren, während die geringe Schärfentiefe bei T1.5 perfekt für emotionale Nahaufnahmen funktioniert. Der einheitliche Look der Serie unterstützt die visuelle Kontinuität meiner Erzählung.

Produzent

Mit etwa 3.500 Euro pro Objektiv kostet ein kompletter Sigma High Speed Prime-Satz weniger als zwei vergleichbare Zeiss CP.3, bei nur marginal schlechterer Bildqualität. Die Verfügbarkeit in verschiedenen Mounts reduziert Adapter-Kosten, und die weite Verbreitung sorgt für günstige Mietpreise weltweit. Für Budget-bewusste Produktionen eine klare Kostenersparnis ohne sichtbare Qualitätseinbußen.

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