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Atlas Lens Co
Kamera · Equipment

Atlas Lens Co

Murnau AI illustration
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Atlas Lens Co: US-Objektivhersteller, bekannt für anamorphe Cine-Objektive mit charakteristischem Bokeh und warmer Farbwiedergabe.

Technische Details

Die Atlas Orion Serie umfasst acht Brennweiten: 32mm, 40mm, 50mm, 65mm, 80mm, 100mm, 125mm und 150mm, alle mit durchgängiger T2.0-Blende. Das Frontgewinde beträgt einheitlich 95mm, die Objektive wiegen zwischen 1,8 und 2,4 Kilogramm. Der Fokusring dreht 300 Grad, der Blendenring 90 Grad. Alle Objektive verwenden PL-Mount und sind mit LPL-Adaptern für Large Format Sensoren bis 46,3mm Diagonale kompatibel. Die optische Konstruktion basiert auf 15-19 Linsenelementen in 11-14 Gruppen, abhängig von der Brennweite.

Geschichte & Entwicklung

Atlas Lens Co. entstand 2018 aus der Zusammenarbeit von Kameramann Dan Sasaki und dem Objektivdesigner Isaac Jang. Die Entwicklung der ersten Orion-Objektive dauerte drei Jahre, mit dem Ziel, den Look vintage anamorphotischer Objektive ohne deren technische Limitationen zu reproduzieren. 2021 kam die vollständige Orion-Serie auf den Markt. 2023 folgte die Orion Silver Edition mit modifizierter Vergütung für kontrastreichere Bilder und reduzierte Lens Flares.

Praxiseinsatz im Film

Atlas Orion Objektive kamen in "The Batman" (2022, DoP Greig Fraser) zum Einsatz, wo sie den düsteren Neo-Noir-Look unterstützten. Netflix verwendete sie für die Serie "Ozark" (Staffel 4) zur Erzeugung der charakteristischen horizontalen Streaks bei Nachtaufnahmen. Die Objektive eignen sich besonders für Low-Light-Situationen durch die durchgängige T2.0-Blende. Der Close-Focus von 0,6 Metern ermöglicht dramatische Nahaufnahmen mit starkem anamorphotischen Bokeh.

Vergleich & Alternativen

Atlas positioniert sich zwischen günstigen Anamorphot-Adaptern wie dem Moment Anamorphic Lens (ca. 150 USD) und High-End-Serien wie Panavision C-Series oder ARRI Master Anamorphic (Tagesmiete ab 500 USD pro Objektiv). Die Orion-Serie kostet komplett etwa 120.000 USD, während vergleichbare Cooke Anamorphic/i Sets bei 200.000 USD liegen. Gegenüber Vintage-Objektiven wie den Kowa Anamorphics bieten Atlas-Objektive moderne mechanische Präzision bei authentischem optischen Charakter. Für Produktionen, die weniger ausgeprägten anamorphotischen Look benötigen, sind die Orion Silver Editions die bessere Wahl.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Als DoP schätze ich bei den Atlas Orion die konsistente T2.0-Blende über alle acht Brennweiten – das erleichtert mein Beleuchtungskonzept enorm, besonders bei Available-Light-Situationen. Die einheitlichen 95mm-Frontgewinde und identischen Gear-Positionen machen Objektivwechsel am Gimbal oder bei Follow-Focus-Setups deutlich effizienter als bei gemischten Vintage-Sets.

Regisseur

Ich setze Atlas-Objektive gezielt für emotionale Schlüsselszenen ein, da das ovale Bokeh und die warmen Lens Flares eine nostalgische, träumerische Atmosphäre erzeugen. Der starke anamorphotische Charakter komprimiert Gesichter auf eine sehr schmeichelhafte Weise und erzeugt diese typische Kinoleinwand-Ästhetik, die dem Publikum sofort signalisiert: "Das hier ist wichtig."

Produzent

Mit 15.000 USD pro Objektiv liegen die Atlas Orion deutlich unter Arri Master Anamorphic, bieten aber trotzdem den gewünschten High-End-Look für unsere Streaming-Produktionen. Die komplette Achter-Serie kann ich für 1.200 USD pro Drehtag mieten, was bei 25 Drehtagen immer noch günstiger ist als der Kauf – und ich spare die Versicherungskosten von 120.000 USD Replacement Value.

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