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Moviecam
Hersteller

Moviecam

Murnau AI illustration
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Österreichischer Kamerahersteller (1975–2003), der mit innovativen 35mm-Kameras ARRI und Panavision herausforderte. Die Compact und SuperAmerica wurden von Hollywood-Produktionen geschätzt, bevor ARRI das Unternehmen 2003 übernahm.

Was ist Moviecam?

Moviecam war ein österreichischer Kamerahersteller, der von 1975 bis 2003 innovative 35mm-Filmkameras produzierte. Mit Modellen wie der Compact und der SuperAmerica etablierte sich das Unternehmen als ernstzunehmende Alternative zu ARRI und Panavision und wurde von zahlreichen Hollywood-Produktionen eingesetzt. 2003 wurde Moviecam von ARRI übernommen, und die Technologie floss in die ARRICAM-Entwicklung ein.

Unternehmensgeschichte

JahrEreignis
1975Gründung in Wien durch Friedrich von Bhom-Raffay
1980Erste Moviecam 35 vorgestellt
1988Moviecam Compact Markteinführung
1992Moviecam SuperAmerica
1997Moviecam SL (Super Lightweight)
2003Übernahme durch ARRI

Die Moviecam-Familie

ModellJahrGewichtStärke
Moviecam 3519807,5 kgErste Generation
Compact19885,0 kgAußergewöhnlich kompakt
SuperAmerica19925,7 kgLeise + Vielseitig
SL19974,7 kgUltra-leicht

Technische Innovationen

Kompaktbauweise

Moviecam setzte auf ein außergewöhnlich kompaktes Design:

  • Integrierte Elektronik statt externer Boxen
  • Direkt angebaute Magazine
  • Ergonomisches Gehäuse

Leiser Betrieb

  • Alle Modelle unter 22 dBA
  • SuperAmerica erreichte <19 dBA
  • Konkurrenzfähig mit ARRI BL-Serie

PL-Mount-Kompatibilität

  • Standard-PL-Mount für alle Modelle
  • Volle Kompatibilität mit Zeiss, Cooke, ARRI-Objektiven
  • Keine proprietären Einschränkungen

Bedeutende Filme mit Moviecam

FilmJahrDPKamera
Basic Instinct1992Jan de Bont, ASCCompact
Interview with the Vampire1994Philippe Rousselot, ASCSuperAmerica
Speed1994Andrzej Bartkowiak, ASCCompact
Heat1995Dante Spinotti, ASCSuperAmerica
Mission: Impossible1996Stephen H. Burum, ASCCompact
L.A. Confidential1997Dante Spinotti, ASCSuperAmerica
The Matrix1999Bill Pope, ASCSuperAmerica
Gladiator2000John Mathieson, BSCCompact

Moviecam vs. Konkurrenz

EigenschaftMoviecam CompactARRI 535BPanaflex Gold
Gewicht5,0 kg7,5 kg8,2 kg
Geräusch<21 dBA<19 dBA<20 dBA
MountPLPLPV (exklusiv)
KaufbarJaJaNein
PreisGünstigerStandardPremium

Die ARRI-Übernahme

Gründe für die Übernahme

  • Moviecam war ernsthafte Konkurrenz
  • eine Technik (besonders Kompaktbauweise)
  • Etablierte Kundenbasis in Hollywood

Folgen

  • Moviecam-Produktion eingestellt (2003)
  • Technologie floss in ARRICAM-Entwicklung
  • Service weiterhin durch ARRI gewährleistet
  • Gebrauchte Kameras weiterhin im Einsatz

Das Moviecam-Erbe

In der ARRICAM

Die ARRICAM (2000) übernahm mehrere Moviecam-Konzepte:

  • Modulare Philosophie
  • Kompakte Abmessungen
  • Zwei-Körper-System (ST/LT wie SuperAmerica/Compact)

In der Branche

  • Bewies, dass Alternativen zu ARRI möglich waren
  • Trieb Innovation bei allen Herstellern voran
  • Etablierte neue Gewichts- und Größen-Standards

Heute

Moviecam-Kameras werden nicht mehr produziert, aber:

  • Verleih – Bei spezialisierten Anbietern
  • Sammler – Besonders Compact gesucht
  • Service – Über ARRI-Netzwerk möglich
  • Ersatzteile – Limitiert verfügbar
ModellGebrauchtpreis
Compact8.000–15.000 €
SuperAmerica10.000–20.000 €
SL12.000–22.000 €
Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Moviecam war der Underdog, der ARRI das Fürchten lehrte. Die Compact war eine Offenbarung – leichter, kompakter, und genauso professionell. Viele meiner Lieblings-DPs schwörten auf Moviecam, bevor ARRI sie kaufte.

Regisseur

Moviecam-Kameras hatten einen ausgezeichneten Ruf für Zuverlässigkeit und Bildqualität. Die Tatsache, dass ARRI sie übernahm, zeigt, wie ernst die Konkurrenz war. Einige legendäre Filme wurden mit Moviecam gedreht.

Produzent

Moviecam bot oft günstigere Verleihpreise als ARRI oder Panavision, bei vergleichbarer Qualität. Nach der ARRI-Übernahme floss die Technologie in die ARRICAM-Entwicklung – gut für die Industrie, traurig für die Vielfalt.

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