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Laowa Probe Lens
Kamera · Equipment

Laowa Probe Lens

Laowa
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24mm Makro-Objektiv von Venus Optics mit 60cm langem, schlankem Tubus. Speziell für extreme Nahaufnahmen in beengten Räumen konzipiert.

Technische Details

Das Objektiv verfügt über eine minimale Fokussierungsdistanz von 2 cm bei einer Gesamtlänge von 85 cm im ausgefahrenen Zustand. Der röhrenförmige Frontbereich misst 3,5 cm im Durchmesser und erlaubt zwischen Objekte oder in enge Räume vorzudringen. Eine ringförmige LED-Beleuchtung am vorderen Ende sorgt für gleichmäßige Ausleuchtung bei extremen Nahaufnahmen. Das Objektiv ist für Canon EF-, Nikon F-, Sony FE- und andere Anschlüsse verfügbar, wiegt 474g und verwendet keine elektronischen Kontakte – alle Einstellungen erfolgen manuell über mechanische Ringe.

Geschichte & Entwicklung

Venus Optics stellte das Laowa 24mm f/14 Probe Lens 2018 vor, nachdem das chinesische Unternehmen bereits durch unkonventionelle Makro- und Weitwinkelobjektive aufgefallen war. Die Entwicklung orientierte sich an industriellen Endoskopen und medizinischen Instrumenten. 2020 folgte eine cine-optimierte Version mit geared focus rings und T-Blendenskala. Das Design revolutionierte Makroaufnahmen in der Filmproduktion, da erstmals kinematographische Bewegungen in Miniaturwelten mit professionellem Equipment möglich wurden.

Praxiseinsatz im Film

Das Objektiv ermöglicht Aufnahmen aus Perspektiven, die mit herkömmlichen Makroobjektiven unmöglich sind – etwa Fahrten durch Röhren, zwischen Objekten oder extreme Low-Angle-Aufnahmen. Typische Anwendungen umfassen Produktfotografie, Insektenaufnahmen, mechanische Details oder Fahrten durch Miniaturen. In Werbekampagnen für Uhren, Schmuck oder Technikprodukte hat sich das Objektiv etabliert. Der Workflow erfordert meist zusätzliche Beleuchtung trotz eingebauter LEDs, da diese nur für Grundausleuchtung ausreichen. Die extreme Schärfentiefe macht präzises Fokussieren kritisch.

Vergleich & Alternativen

Herkömmliche Makroobjektive wie das Canon MP-E 65mm erreichen höhere Vergrößerungen (5:1), bieten aber keine räumliche Flexibilität. Endoskop-Kameras liefern geringere Bildqualität und sind nicht für cinematographische Standards konzipiert. Tilt-Shift-Objektive ermöglichen ebenfalls ungewöhnliche Perspektiven, jedoch ohne Makro-Fähigkeiten. Für reine Vergrößerung ohne räumliche Einschränkungen bleiben klassische Makroobjektive überlegen. Das Probe Lens füllt eine spezifische Nische zwischen cinematographischer Qualität und räumlicher Bewegungsfreiheit.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich setze das Probe Lens für Aufnahmen ein, die mit Standard-Makros unmöglich wären – etwa 360°-Bewegungen um winzige Objekte oder Fahrten durch Modellwelten. Die manuelle Fokussierung bei 2:1-Vergrößerung erfordert absolut stabiles Rigging und Follow-Focus-Systeme, da kleinste Bewegungen das Bild ruinieren. Die eingebauten LEDs nutze ich nur als Fill-Light, für cinematographische Qualität brauche ich zusätzliche LED-Panels oder Fiber-Optik-Beleuchtung.

Regisseur

Das Objektiv eröffnet völlig neue narrative Räume – ich kann Zuschauer buchstäblich in Objekte hineinziehen oder Perspektiven zeigen, die das menschliche Auge nie sehen würde. Besonders für Horror- oder Thriller-Szenen nutze ich die röhrenförmige Optik für bedrohliche, tunnel-artige Bildkompositionen. Die extreme Nahaufnahme verstärkt emotionale Momente, wenn ich etwa auf Details wie Tränen, Hautporen oder mechanische Präzision fokussiere.

Produzent

Das Objektiv kostet 1.400€ und amortisiert sich schnell gegenüber Endoskop-Kamera-Anmietungen für Spezialaufnahmen. Setup-Zeit verlängert sich erheblich durch manuelle Fokussierung und komplexere Beleuchtung – ich kalkuliere 50% mehr Zeit für Probe-Lens-Sequenzen. Für Werbeproduktionen ist es mittlerweile Standard und rechtfertigt Premium-Pricing, da die Bildsprache einzigartig und unverwechselbar ist.

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