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Angenieux
Kamera · Equipment

Angenieux

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Premium French cinema lens manufacturer renowned for innovative zoom designs and optical excellence in motion picture production.

Technische Details

Die charakteristische Bauweise basiert auf einem kompensierenden Zoom-System mit bis zu 20 Linsenelementen in 14 Gruppen. Das Flaggschiff Optimo 24-290mm T2.8 wiegt 8,2kg bei einer Länge von 340mm und bietet einen 12-fachen Zoomfaktor. Die Type EZ-Serie für digitale Kameras arbeitet mit Servo-Motoren für Fokus, Zoom und Blende, gesteuert über 16-Bit-Encoder mit 0,1°-Präzision. Alle Objektive verwenden ED-Glas (Extra Low Dispersion) und asphärische Elemente zur Minimierung chromatischer Aberrationen.

Geschichte & Entwicklung

Pierre Angenieux patentierte 1950 das erste Retrofokus-Weitwinkelobjektiv und revolutionierte 1956 mit dem 17-68mm f/2.2 die Filmproduktion durch kontinuierliches Zoomen während der Aufnahme. 1964 filmte die NASA mit Angenieux-Objektiven die Apollo-Missionen. Die Optimo-Serie startete 1998 mit dem 17-80mm T2.2, gefolgt von Ultra-Weitwinkel-Versionen ab 15mm. 2019 übernahm die Thales-Gruppe Angenieux, investierte 25 Millionen Euro in neue Fertigungsanlagen und erweiterte die EZ-Serie für Netflix-konforme 4K-Produktionen.

Praxiseinsatz im Film

Steven Spielberg verwendete Angenieux-Objektive für die ikonischen Zoom-Fahrten in "Der weiße Hai" (1975) und "E.T." (1982). Emmanuel Lubezki setzte bei "Birdman" (2014) das Optimo 15-40mm für kontinuierliche Kamerabewegungen ein. Die Type EZ 15-40mm und 30-90mm dominieren Netflix-Serien wie "Stranger Things" und "The Crown" durch ihre schnelle Fokussierung und geräuscharmen Betrieb bei Available-Light-Drehs. Die Objektive ermöglichen Naheinstellgrenzen ab 0,8m bei maximaler Brennweite.

Vergleich & Alternativen

Angenieux konkurriert mit Canon CN-E, Fujinon Premista und Cooke Varotal-Objektiven. Während Canon günstiger produziert und Fujinon größere Zoomfaktoren bietet, überzeugt Angenieux durch gleichmäßige Schärfeverteilung und minimale Fokus-Atmung (unter 1%). Cooke-Objektive erzeugen charakteristische Unschärfe-Kreise, Angenieux bleibt optisch neutraler. Für Dokumentarfilme ersetzen die leichteren EZ-Objektive zunehmend schwere Optimo-Modelle, kosten aber 40.000-60.000 Euro pro Objektiv gegenüber 80.000-120.000 Euro für Optimo-Versionen.

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