Cinema zoom with constant aperture across focal range. Focus breathing negligible, built for daily set use. Fewer lens swaps, more shooting time.
Technische Details
Die Optimo-Serie umfasst verschiedene Brennweitenbereiche: das Optimo 15-40mm T2.6, 17-80mm T2.2, 24-290mm T2.8, 28-76mm T2.6 und das extreme 28-340mm T3.2. Alle Objektive verfügen über konstante T-Stops (Transmission-Blendenwerte), 300° Fokusring-Rotation für präzise Schärfeziehung und standardisierte Zahnkränze (0.8 Module) für Follow-Focus-Systeme. Die Konstruktion basiert auf asphärischen Gläsern und ED-Elementen (Extra-low Dispersion) zur Minimierung chromatischer Aberrationen. Das Gewicht variiert zwischen 3,2 kg (15-40mm) und 8,5 kg (28-340mm).
Geschichte & Entwicklung
Angenieux führte die erste Optimo-Generation 2001 mit dem 17-80mm ein, basierend auf 60 Jahren Erfahrung in der Zoom-Entwicklung seit den ersten Varifocal-Objektiven 1956. 2004 folgte das revolutionäre 24-290mm mit 12:1 Zoomfaktor, das erstmals die Brennweitenbereiche eines kompletten Objektivsatzes in einem Objektiv vereinte. 2013 erweiterte die Optimo Style-Serie das Portfolio um leichtere, kompaktere Varianten. Die neueste Generation Optimo Prime (seit 2018) kombiniert Zoom-Flexibilität mit Festbrennweiten-Qualität.
Praxiseinsatz im Film
Kameraleute nutzen Optimo-Objektive für kontinuierliche Zoom-Fahrten ohne Objektivwechsel, etwa in "Gravity" (2013) für nahtlose Perspektivwechsel im All oder "1917" (2019) für die berühmten Plansequenzen. Das extreme 24-290mm ermöglicht Einstellungen von Weitwinkel bis Super-Tele ohne Unterbrechung, reduziert Setup-Zeiten erheblich und minimiert Dust-Busting in der Post-Production. Die konstante Lichtstärke verhindert Belichtungssprünge während des Zoomens, die präzise Mechanik ermöglicht reproduzierbare Kamerabewegungen für VFX-Shots.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu Festbrennweiten-Sets (Primes) bieten Optimos extreme Flexibilität bei geringfügig reduzierter optischer Schärfe. Moderne Alternativen wie Canon CN20x50 oder Fujinon Premista erreichen ähnliche Zoomfaktoren, jedoch meist bei höherem Gewicht. Zeiss Lightweight Zooms sind kompakter, decken aber geringere Brennweitenbereiche ab. Für maximale Bildqualität bleiben Master Prime Sets überlegen, für dokumentarische Arbeiten oder enge Drehpläne dominieren Optimos durch ihre Vielseitigkeit.