Technische Details
Das IS3 arbeitet mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 100 Watt und erzeugt 8500 Lumen Lichtstrom. Die Farbgenauigkeit erreicht TLCI-Werte von 97. Das Gerät bietet stufenlose Dimmung von 0-100% über DMX512, manuelle Bedienelemente oder die ZyLink-App. Der interne V-Mount-Akku ermöglicht 90 Minuten Dauerbetrieb bei voller Leistung, wahlweise Netzbetrieb über externes 48V-Netzteil. Das Panel verfügt über einen eingebauten Diffusor sowie Anschlüsse für Barndoors und Softboxen mit Bowens-Mount.
Geschichte & Entwicklung
Zylight LLC führte das IS3 2014 als Nachfolger der IS-Serie ein, nachdem sich LED-Technologie für professionelle Filmproduktionen etabliert hatte. Das Gerät entstand aus der Zusammenarbeit mit DoP Shane Hurlbut, der nach einem leichten, mobilen Licht für Run-and-Gun-Drehs suchte. 2016 folgte die IS3c-Version mit erweiterten Farbmischfunktionen (RGB+WW), 2019 die IS3x mit 40% höherer Lichtausbeute durch neue LED-Generation.
Praxiseinsatz im Film
Das IS3 etablierte sich schnell bei Dokumentarfilmern und als Interview-Licht für Talkshows. DoP Rachel Morrison nutzte es für Zwischenlicht-Situationen bei "Mudbound" (2017), da es sich ohne Crew-Aufwand zwischen Sonnenlicht (5600K) und Kunstlicht (3200K) anpassen ließ. Bei "The Crown" diente es als mobiles Fill-Light für spontane Dialogszenen in historischen Gebäuden, wo schweres Equipment problematisch war. Der geräuschlose Betrieb macht es ideal für Tonaufnahmen, die geringe Wärmeentwicklung schont Schauspieler und Make-up.
Vergleich & Alternativen
Direkte Konkurrenten sind das Litepanels Astra 6X (6000 Lumen, aber ohne Akku) und das Arri SkyPanel S30-C (dreifache Lichtleistung, aber 7 kg schwer). Das IS3 positioniert sich zwischen kleinen On-Camera-Panels und großen Studienleuchten. Moderne Alternativen wie das Aputure Nova P300c bieten höhere Lichtausbeute, verlieren aber die Handlichkeit. Für reine Tageslichtanwendungen bleibt das günstigere Astra 1x1 ausreichend, für Farbeffekte sind RGBW-Panels wie das Quasar Q-Lion überlegen.