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Zylight
Hersteller

Zylight

Murnau AI illustration
color temperature flow roll take

US-Hersteller für kompakte LED-Panels und Fresnel-Leuchten, bekannt für hohe Farbwiedergabe und Akkubetrieb.

Technische Details

Die Zylight-Serie umfasst Panel-Leuchten (Z90/Z200), Fresnel-Spots (F8-200/F8-400) und Flächenleuchten (Pro-Panel). Das Flaggschiff F8-400 leistet 400 Watt bei 20.000 Lumen Lichtstrom und wiegt 6,8 kg. Alle Modelle verfügen über DMX-512-Steuerung, lokale Bedienelemente und Wireless-Konnektivität via ZyLink-Protokoll. Die LED-Chips arbeiten mit einer Lebensdauer von 50.000 Betriebsstunden bei konstanter Farbtemperatur. Stromversorgung erfolgt wahlweise über 90-240V AC oder V-Mount/Gold-Mount-Akkusysteme.

Geschichte & Entwicklung

Zylight LLC gründete Chuck Ringuette 2009 in Shelton, Connecticut, nachdem er zuvor bei Arri und anderen Lichtherstellern tätig war. Die erste F8-LED-Fresnel kam 2011 auf den Markt und etablierte sich schnell durch flimmerfreies Licht bei Hochgeschwindigkeitsaufnahmen. 2014 folgte die Pro-Panel-Serie für Softlight-Anwendungen, 2017 die kompakte Z-Serie für mobile Produktionen. 2019 erweiterte Ringuette das Portfolio um die IS3c-Punktlichtquellen mit 300.000 Lux Beleuchtungsstärke.

Praxiseinsatz im Film

DoP Roger Deakins setzte Zylight F8-Fresnels bei "Blade Runner 2049" (2017) für präzise Lichtführung in den Innenszenen ein. Die flimmerfreien LEDs ermöglichten Zeitlupenaufnahmen bis 1000fps ohne Belichtungsartefakte. Typischer Workflow: Grundbeleuchtung mit Pro-Panels für weiches Fülllicht, Akzentbeleuchtung durch F8-Spots mit Barn Doors und Farbfolien. Vorteil: Geringe Wärmeentwicklung erlaubt nahes Positionieren zu Darstellern, konstante Farbtemperatur eliminiert Korrekturfilter. Nachteil: Höhere Anschaffungskosten als Tungsten-Alternativen.

Vergleich & Alternativen

Zylight konkurriert mit Arri SkyPanel, Kino Flo Celeb und Litepanels Gemini als Premium-LED-Lösungen. Abgrenzung zu Arri: Zylight fokussiert auf klassische Fresnel-Charakteristik statt Panel-Design. Günstigere Alternativen wie Aputure oder Godox bieten ähnliche Specs bei geringerer Verarbeitungsqualität. Für Budget-Produktionen ersetzen moderne Bi-Color-LEDs zunehmend das klassische Tungsten/HMI-Setup, während High-End-Produktionen Zylight für kritische Farbarbeiten bevorzugen.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze die Zylight F8-Serie für ihre präzise Lichtverteilung – die Fresnel-Charakteristik gibt mir die gewohnte Kontrolle über Lichtkreise und Übergänge, die ich von klassischen Tungsten-Spots kenne. Die kontinuierliche Bi-Color-Funktion erspart mir den Wechsel zwischen 3200K- und 5600K-Einheiten, und das flimmerfreie Licht funktioniert selbst bei 120fps-Zeitlupen problemlos. Der hohe CRI-Wert über 95 macht Hauttöne natürlich, ohne dass ich in der Farbkorrektur nacharbeiten muss.

Regisseur

Zylight-LEDs geben mir die Flexibilität, Stimmungen spontan zu ändern – von warmem Kerzenlicht bis kaltem Mondschein per Knopfdruck, ohne dass das Team Leuchten tauschen muss. Die geräuschlose Funktion ist Gold wert bei Dialog-Szenen, wo HMI-Vorschaltgeräte stören würden. Ich kann Licht als narratives Element einsetzen, etwa für Übergänge zwischen Tag- und Nachtszenen durch fließende Farbtemperaturwechsel.

Produzent

Zylight bedeutet höhere Anschaffungskosten – ein F8-400 kostet etwa 4.000 Euro versus 800 Euro für einen 650W Tungsten-Spot – aber die Betriebskosten sinken drastisch. Kein Stromerzeuger-Upgrade nötig, da 400W LED-Leistung 2000W Tungsten ersetzen, und keine Ersatzlampen während der Drehzeit. Die 50.000-Stunden-Lebensdauer amortisiert sich bereits nach 20-30 Drehtagen gegenüber Halogen-Verschleiß.

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