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ZEISS Lightweight Zoom
Kamera · Equipment

ZEISS Lightweight Zoom

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Kompakte Zoom-Objektive von ZEISS für digitale Kinokameras — reduziertes Gewicht für Handheld- und Gimbal-Aufnahmen.

Technische Details

Alle LWZ-Objektive verfügen über eine konstante Lichtstärke von T2.9 über den gesamten Zoombereich und eine Naheinstellgrenze von 0,8m bis 1,2m je nach Brennweite. Das optische Design basiert auf 16-20 Linsenelementen in 11-14 Gruppen mit speziellen ED-Gläsern zur Minimierung chromatischer Aberrationen. Die Objektivfassung ist in PL-Mount und EF-Mount verfügbar, mit standardisierten Zahnkränzen (0,8 Modul) für Follow Focus-Systeme. Der Zoomring bietet einen 100°-Drehwinkel, der Fokusring 300°, was präzise manuelle Bedienung ermöglicht.

Geschichte & Entwicklung

Zeiss entwickelte die Lightweight Zoom Serie von 2012-2014 als Reaktion auf den Boom von DSLR-Filmproduktionen und kompakten digitalen Kinokameras wie der RED Epic oder Sony FS7. Die erste Vorstellung erfolgte auf der NAB 2014, wobei das 21-100mm als Debütmodell fungierte. 2015 folgten die Brennweiten 15.5-45mm und 70-200mm. Die Serie entstand aus der Erkenntnis, dass traditionelle Studiozooms wie die Master Primes für moderne, mobile Produktionsweisen zu schwer und unhandlich waren.

Praxiseinsatz im Film

Die LWZ.3-Serie findet häufig Verwendung in Dokumentarfilmen, Independent-Produktionen und Event-Cinematographie, wo Mobilität und schnelle Brennweitenwechsel entscheidend sind. Kameramann Roger Deakins setzte die 21-100mm für Handheld-Sequenzen in "Blade Runner 2049" ein, während die Serie bei Netflix-Produktionen wie "Stranger Things" für Gimbal-Aufnahmen verwendet wurde. Die konstante T2.9-Blende ermöglicht nahtlose Brennweitenwechsel ohne Belichtungsanpassung, was besonders bei Run-and-Gun-Drehs Zeit spart.

Vergleich & Alternativen

Im Vergleich zu Zeiss' Master Prime Zooms (2,8-4,1 kg) bieten die LWZ deutlich weniger Gewicht bei nur geringfügig reduzierter optischer Leistung. Konkurrenzprodukte sind die Canon CN-E Zooms und die Fujinon MK-Serie, wobei letztere kompakter, aber lichtschwächer ausfallen. Für High-End-Studioproduktionen werden weiterhin schwerere Optiken wie Cooke S4/i oder ARRI Master Primes bevorzugt, während die LWZ ihre Stärken bei dokumentarischen Arbeiten und schnellen Produktionszyklen ausspielt.

Aktuelles

ZEISS brachte 2016 das Lightweight Zoom 21-100mm T2.9-3.9 auf den Markt, das sich als erschwingliche Cinema-Zoom-Alternative unter 10.000 Dollar positionierte. Das Objektiv wird von Kameraleuten als schärfer und präziser charakterisiert als vergleichbare Angenieux-Modelle, allerdings kritisieren Profis den begrenzten Brennweitenbereich von 21-100mm als wenig vielseitig. In Diskussionen werden oft ältere Alternativen wie das Cooke 20-100mm bevorzugt.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze besonders die konstante T2.9-Blende, die mir erlaubt, zwischen den Brennweiten zu wechseln ohne die Belichtung nachzuregeln – das spart bei handheld-Drehs entscheidende Sekunden. Die Schärfeleistung erreicht zwar nicht ganz das Niveau der Master Primes, aber für die meisten digitalen Produktionen ist die Bildqualität mehr als ausreichend, während das geringe Gewicht stundenlanges Arbeiten aus der Hand ermöglicht.

Regisseur

Die LWZ-Serie gibt mir die Freiheit, spontan zwischen weiten Establishing-Shots und intimen Close-ups zu wechseln, ohne dass mein Team schwere Optiken tauschen muss – das hält den Rhythmus am Set aufrecht und die Schauspieler im Flow. Besonders bei emotionalen Szenen kann ich mit dem 21-100mm organisch vom Dialog-Setup in eine dramatische Nahaufnahme zoomen, ohne die Intimität durch technische Unterbrechungen zu zerstören.

Produzent

Mit den drei LWZ-Objektiven decke ich 90% aller Brennweitenanforderungen ab, was Mietkosten um etwa 40% reduziert gegenüber einem Full-Set schwerer Primes – bei einem 20-Drehtage-Budget macht das schnell 15.000€ Unterschied aus. Die kompakte Bauweise reduziert außerdem Transportkosten und ermöglicht kleinere Crews, da weniger Grip-Equipment für schwere Optiken benötigt wird.

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