Kameramann
Aus DoP-Perspektive ist dieses Element essentiell für die visuelle Gestaltung. Es ermöglicht mir die gewünschte Farbstimmung und das ästhetische Bild konsistent umzusetzen.
CTB-Filter (Color Temperature Blue) — korrigiert warmes Kunstlicht zu tageslichtähnlicher Farbtemperatur.
"Tungsten Correction" (auch Daylight-to-Tungsten-Korrektur) bezeichnet das Angleichen einer tageslichtbalancierten Lichtquelle an die Farbtemperatur von Kunstlicht (Tungsten/Glühlicht, Standard 3200 K). Klassischer Fall: Eine HMI- oder LED-Quelle mit Tageslichtbalance (ca. 5600 K) soll in einem Innenraum mit vorhandenen Glühlampen oder gemeinsam mit Tungsten-Scheinwerfern eingesetzt werden, ohne dass im Bild ein Farbbruch zwischen blaustichigem und warmem Licht entsteht.
Das übliche Werkzeug ist eine CTO-Folie (Colour Temperature Orange), die vor die Quelle gespannt wird. Sie absorbiert Anteile des blauen Spektrums und verschiebt die Farbtemperatur nach unten ins Warme. Das Gegenstück ist CTB (Colour Temperature Blue), das umgekehrt Tungsten auf Tageslicht hebt. Bei LED- und vielen HMI-Köpfen lässt sich die Korrektur heute auch elektronisch über die voreingestellte Farbtemperatur erreichen; die Folie bleibt jedoch das Referenzmittel, besonders bei nicht regelbaren Quellen und gemischten Lichtsituationen.
CTO-Folien gibt es in abgestuften Dichten. Die folgenden Umrechnungen entsprechen den Herstellerangaben von LEE Filters (Ausgangswert 6500 K Tageslicht):
| Dichte | LEE-Nr. | Konversion |
|---|---|---|
| Full CTO | 204 | 6500 K → 3200 K |
| 3/4 CTO | 285 | 6500 K → 3600 K |
| 1/2 CTO | 205 | 6500 K → 3800 K |
| 1/4 CTO | 206 | 6500 K → 4600 K |
| 1/8 CTO | 223 | 6500 K → 5550 K |
Die Wirkung wird oft in Mired-Shift angegeben (positiver Wert = wärmer). Mired-Werte lassen sich addieren, sodass sich die nötige Korrektur für eine konkrete Ausgangs- und Zielfarbtemperatur kombinieren lässt. Bei Rosco werden CTO-Folien teils auf eine andere Ausgangsfarbtemperatur (ca. 5500 K) bezogen, weshalb sich Zielwerte zwischen Herstellern geringfügig unterscheiden können. Verwandt sind die "Straw"-Varianten (LEE 441-444), die zusätzlich einen leichten Gelbstich einbringen.
Zu beachten ist der Lichtverlust: Je dichter die CTO-Folie, desto mehr Output schluckt sie. Bei elektronisch regelbaren LED-Quellen entfällt dieser Verlust, weil die Korrektur direkt über die Lichtfarbe erfolgt.
Aus DoP-Perspektive ist dieses Element essentiell für die visuelle Gestaltung. Es ermöglicht mir die gewünschte Farbstimmung und das ästhetische Bild konsistent umzusetzen.
Diese professionelle Lösung erhöht die Produktionseffizienz und reduziert Post-Production-Anforderungen. Sie ermöglicht flexible, schnelle Anpassungen während des Drehs.
Als Gaffer ist dies ein unverzichtbares Werkzeug meines täglichen Handwerkszeugs. Es ermöglicht mir professionelle Lichtkontrolle und schnelle Anpassungen auf Set, was Zeit spart und Qualität sichert.
1. Zu welchem Department gehört „Kunstlichtkorrektur"?
2. Wie viele verschiedene Fachperspektiven bietet dieser Eintrag?
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