Japanischer Elektronikkonzern und prägender Kamerahersteller des digitalen Kinos: CineAlta-Linie mit der Venice als Großformat-Flaggschiff, E-Mount — und Sensorlieferant für weite Teile der Branche.
Sony ist im Filmkontext zweierlei: ein Kamerahersteller mit eigener Kino-Linie und der Sensorlieferant, dessen Chips in Kameras vieler anderer Marken stecken. Die Kino-Schiene heißt CineAlta — unter diesem Namen baut Sony seit den Anfängen des digitalen Kinodrehs High-End-Kameras und hat die Umstellung von Film auf digital mit vorangetrieben. Wer heute eine Produktion plant, begegnet Sony auf drei Ebenen: als Kamera am Set, als Bajonett-Ökosystem und als Sensor im Inneren fremder Gehäuse.
Venice und die CineAlta-Linie
Das Flaggschiff ist die Venice, eine Großformat-Kamera mit Vollformat-Sensor, die sich in der High-End-Produktion neben ARRI etabliert hat. Bekanntester Einsatz ist Top Gun: Maverick, wo Venice-Kameras auch in den Cockpits mitflogen — möglich durch das Rialto-System, bei dem der Sensorblock vom Body getrennt und über ein Kabel abgesetzt werden kann. Das macht die Venice interessant für enge Einbauten, Rigs und Gimbal-Arbeit, bei denen eine komplette Kamera nicht hinpasst. Unterhalb der Venice bedienen Kameras wie die FX-Reihe und die Burano den Bereich zwischen Doku, Werbung und szenischem Dreh mit kleinerem Budget.
E-Mount und das Sensor-Geschäft
Das E-Bajonett ist Sonys spiegelloser Anschluss und zieht sich durch das ganze System, von Fotokameras bis in die Cine-Modelle. Sein kurzes Auflagemaß macht es adapterfreundlich: Fast jedes fremde Objektiv lässt sich an E-Mount adaptieren, umgekehrt nicht — ein praktischer Vorteil, wenn Altglas oder PL-Optiken an eine Sony sollen. Weniger sichtbar, aber für die Branche mindestens so gewichtig: Sony fertigt Bildsensoren für weite Teile der Kameraindustrie. Viele Kameras, auf denen ein anderer Name steht, sehen durch einen Sony-Chip. Wer über Sensortechnik im Kamerabau redet, redet fast zwangsläufig über Sony.
- Venice-Einsatz früh mit dem Verleiher planen: Rialto-Umbauten und Zubehör für abgesetzte Sensorblöcke sind nicht überall lagernd.
- E-Mount als Adaptionsplattform denken — vorhandene PL- oder EF-Optiken müssen beim Wechsel auf eine Sony nicht ersetzt werden.
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