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Mighty Mole
Licht · Equipment

Mighty Mole

Murnau AI illustration
color temperature flow mighty mole roll take

Großer offener Reflektor-Scheinwerfer mit hoher Wattage — produziert hartes, direktes Licht ohne Fresnel-Linse.

Technische Details

Das Leuchtmittel arbeitet mit einer MSR 2500W/2 Entladungslampe bei einer Betriebsspannung von 200-250V. Der ellipsoide Reflektor mit 20 cm Durchmesser konzentriert das Licht auf einen variablen Abstrahlwinkel zwischen 12° (Spot) und 60° (Flood). Das Gehäuse misst 45 x 30 x 25 cm bei einem Gewicht von 8,5 kg ohne Ballast. Der separate elektronische Ballast wiegt weitere 12 kg und verfügt über DMX-Steuerung sowie Dimm-Funktionen von 50-100%. Moderne Varianten wie der Mighty Mole Plus bieten zusätzlich Flicker-freien Betrieb für Hochgeschwindigkeitsaufnahmen bis 10.000 fps.

Geschichte & Entwicklung

Mole-Richardson entwickelte den Mighty Mole 1987 als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach kompakten, aber leistungsstarken HMI-Leuchten für Außenaufnahmen. Die erste Generation nutzte noch magnetische Ballasts, ab 1995 folgte die Umstellung auf elektronische Steuerung. Der Durchbruch kam 1998 mit der Integration von Hot-Restrike-Technologie, die sofortiges Wiederzünden nach Stromausfall ermöglichte. Seit 2010 sind LED-Varianten mit vergleichbarer Lichtausbeute verfügbar.

Praxiseinsatz im Film

Der Mighty Mole fungiert primär als Führungslicht (Key Light) für Außenaufnahmen oder große Innenräume. Steven Spielberg nutzte mehrere Mighty Moles für die Dinosaurier-Szenen in "Jurassic Park" (1993), um konsistente Beleuchtung bei verschiedenen Tageszeiten zu gewährleisten. Die kompakte Bauweise ermöglicht den Einsatz an schwer zugänglichen Drehorten – etwa für Autoszenen durch die Windschutzscheibe oder in beengten Sets. Der harte Lichtcharakter erfordert meist Diffusion durch Softboxen oder Silk-Rahmen für Personenaufnahmen.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber dem kleineren Baby Mole (1000W) bietet der Mighty Mole 2,5-fache Lichtleistung bei nur doppeltem Gewicht. Der größere Senior Mole (5000W) erzeugt zwar mehr Licht, benötigt jedoch 32A-Stromversorgung statt 16A. Moderne LED-Alternativen wie der Arri SkyPanel S360-C erreichen vergleichbare Werte bei geringerem Stromverbrauch und variabler Farbtemperatur, kosten aber das Dreifache. Tungsten-Alternativen wie der 2K Baby Senior sind günstiger, erzeugen jedoch 3200K-Licht und deutlich mehr Abwärme.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze den Mighty Mole für seine Zuverlässigkeit bei langen Außendrehs – die Farbkonsistenz bleibt über 12 Stunden stabil, was bei Mischlicht-Situationen entscheidend ist. Der harte Schatten eignet sich perfekt für dramatische Kontraste, allerdings muss ich bei Hautaufnahmen immer mit 216er Diffusion oder Opal arbeiten. Die kompakte Bauweise ermöglicht es mir, das Licht auch in enge Fahrzeuge oder kleine Räume zu bringen, wo ein 5K niemals hineinpassen würde.

Regisseur

Der Mighty Mole hilft mir dabei, auch bei bewölktem Himmel die harte Mittagssonne zu simulieren und somit die emotionale Konsistenz einer Szene zu wahren. Besonders bei Thriller-Szenen nutze ich die scharfen Schatten für bedrohliche Stimmung – der Lichtfall durch Jalousien oder Gitter wird mit dem fokussierten Strahl perfekt definiert. In Kombination mit Rauch oder Nebel entstehen die dramatischen Lichtkegel, die dem Publikum sofort signalisieren: hier passiert etwas Wichtiges.

Produzent

Mit 150€ Tagesmiete liegt der Mighty Mole in der goldenen Mitte zwischen Leistung und Budget – günstiger als LED-Panels mit vergleichbarer Leistung, aber sparsamer im Stromverbrauch als ältere Tungsten-Leuchten. Der 16A-Anschluss bedeutet weniger Generator-Kapazität und damit niedrigere Logistikkosten bei Location-Drehs. Einziger Kostenfaktor sind die HMI-Lampen mit 750€ Ersatzkosten und 400-Stunden-Lebensdauer, aber die Planbarkeit rechtfertigt diese Investition gegenüber billigeren Alternativen.

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