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Laowa Periprobe
Kamera · Objektive

Laowa Periprobe

Murnau AI illustration
flow para probe roll take

Periskop-Objektiv von Venus Optics mit 90°-Winkeloptik und LED-Ring. Ermöglicht Aufnahmen in extrem engen Räumen und unzugänglichen Winkeln.

Technische Details

Das Venus Optics Laowa 24mm f/14 Probe Lens misst 40cm in der Länge bei einem Durchmesser von 20mm am Frontende. Die optische Konstruktion besteht aus 27 Elementen in 21 Gruppen mit einer minimalen Fokussierungsdistanz von 2cm. Das integrierte LED-System liefert 3200K Farbtemperatur bei einer Leistung von 0,8 Watt. Der Periprobe-Aufsatz erweitert das Standard-Probe-Objektiv um einen 90-Grad-Winkel-Adapter mit einem zusätzlichen 20mm langen, wasserdichten Tubus. Die Fokussierung erfolgt manuell über einen 270-Grad-Fokusring.

Geschichte & Entwicklung

Venus Optics stellte das ursprüngliche Laowa Probe Lens 2018 vor, entwickelt für extreme Makro-Cinematographie in unzugänglichen Bereichen. Der Periprobe-Aufsatz folgte 2020 als Antwort auf Anfragen von Naturfilm-Teams und Werbefilmern. Das Konzept basiert auf medizinischen Endoskopen, adaptiert für cinematographische Anforderungen. 2021 erweiterte Venus Optics die Serie um weitere Brennweiten und verbesserte LED-Systeme.

Praxiseinsatz im Film

Das Periprobe ermöglicht Aufnahmen aus Ameisenperspektive entlang des Bodens oder durch enge Spalten hindurch. Naturfilmer nutzen es für Insekten-Dokumentationen, da der 90-Grad-Winkel Aufnahmen parallel zum Boden ohne Kamera-Repositionierung erlaubt. In Werbefilmen entstehen damit ungewöhnliche Produktaufnahmen durch Gläser oder zwischen Objekten hindurch. Die wasserdichte Konstruktion ermöglicht Unterwasser-Makros in flachen Gewässern. Der Workflow erfordert externes Monitoring, da die Kamera oft verdeckt positioniert wird.

Vergleich & Alternativen

Herkömmliche Makro-Objektive erreichen nicht die extremen Winkel des Periprobe-Systems. Borescope-Kameras bieten ähnliche Zugänglichkeit, jedoch ohne cinematographische Bildqualität. Das Laowa Probe (ohne Periprobe-Aufsatz) arbeitet nur frontal, während der 90-Grad-Adapter seitliche Perspektiven erschließt. Professionelle Endoskop-Systeme wie die von Karl Storz kosten das Zehnfache, liefern jedoch höhere Auflösung. Für extreme Winkel ohne Makro-Anforderungen bieten sich Ultra-Weitwinkel-Objektive mit Winkel-Adaptern an.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Das Periprobe erweitert meine visuellen Möglichkeiten erheblich – ich kann buchstäblich um Ecken fotografieren und dabei trotzdem eine cinematographische Bildqualität beibehalten. Die integrierte LED-Beleuchtung ist essentiell, da ich in den meisten Einsatzsituationen kein externes Licht positionieren kann. Allerdings erfordert die f/14-Blende hohe ISO-Werte oder längere Belichtungszeiten.

Regisseur

Mit dem Periprobe kann ich völlig neue Blickwinkel in meine Erzählung einbauen – die Kamera wird zum unsichtbaren Beobachter, der durch kleinste Öffnungen späht oder aus der Sicht winziger Kreaturen filmt. Diese Perspektiven schaffen eine intime, fast voyeuristische Atmosphäre, die dem Publikum das Gefühl gibt, Dinge zu sehen, die normalerweise verborgen bleiben. Besonders für Thriller oder Naturgeschichten eröffnet das dramaturgisch faszinierende Möglichkeiten.

Produzent

Das Periprobe kostet etwa 1.800 Euro und amortisiert sich schnell gegenüber speziellen Endoskop-Kamera-Mieten für ähnliche Shots. Die Drehzeiten verlängern sich jedoch deutlich, da jede Einstellung präzise geplant und das Monitoring aufwändig positioniert werden muss. Für Naturfilm-Produktionen rechne ich mit 30-50% mehr Drehtagen für Periprobe-Sequenzen, was aber durch die einzigartigen Bilder gerechtfertigt wird.

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