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Kupo Grip
Licht · Begriffe

Kupo Grip

Murnau AI illustration
color temperature flow grip kupo roll take

Verstellbare Klemme von Kupo zum Befestigen von Leuchten an Rohren, Kanten oder anderen Objekten.

Technische Details

Standard-Kupo-Grips bestehen aus eloxiertem Aluminium und wiegen zwischen 180-450 Gramm. Das Grundprinzip basiert auf einem gefederten Hebelmechanismus mit gehärteten Stahlbacken, die eine rutschfeste Gummiauflage tragen. Die Öffnungsweite variiert je nach Modell: KG003615 (10-32 mm), KG008815 (13-38 mm) und KG009315 (20-55 mm). Jeder Grip verfügt über ein 16 mm Zapfen (Baby Pin) oder 28 mm Zapfen (Junior Pin) zur Aufnahme von Leuchten oder Zubehör. Die Klemmbacken sind um 360° drehbar und in 90°-Schritten arretierbar.

Geschichte & Entwicklung

Kupo Industrial Co. entwickelte 1994 in Taiwan die ersten Kupo Grips als Alternative zu schweren C-Clamps und unflexiblen Rohrklemmen. Der Durchbruch gelang 1998 mit der Einführung der "Convi Clamp"-Serie, die erstmals gefederte Klemmbacken mit Schnellverschluss kombinierte. Ab 2003 etablierte sich der Begriff "Kupo Grip" branchenweit als Gattungsname, ähnlich wie "Tempo" für Papiertücher. Heute produziert Kupo über 200 verschiedene Grip-Varianten, von Micro-Grips für DSLRs bis zu Heavy-Duty-Versionen für 18K-Scheinwerfer.

Praxiseinsatz im Film

In "Blade Runner 2049" (2017) nutzte DoP Roger Deakins Kupo Grips extensiv, um LED-Panels an Truss-Konstruktionen zu befestigen und das charakteristische Neon-Look zu kreieren. Die Grips ermöglichen schnelle Repositionierung während der Dreharbeiten – ein Standard-C-Clamp benötigt 30-45 Sekunden zum Verstellen, ein Kupo Grip nur 3-5 Sekunden. Besonders bei Handheld-Aufnahmen oder in beengten Locations wie Fahrzeuginnenräumen erweisen sich die kompakten Abmessungen als entscheidend. Der federbelastete Mechanismus verhindert das Lockern durch Vibrationen, wie sie bei Kameracars oder Helikopterflügen auftreten.

Vergleich & Alternativen

Kupo Grips unterscheiden sich von C-Clamps durch ihre gefederte Schnellbefestigung und von Cardellini Clamps durch die größere Materialstärken-Toleranz. Matthews Studio Equipment bietet mit den "Mafer Clamps" eine italienische Alternative, die jedoch 40% schwerer ist. Moderne Konkurrenten wie SmallRig oder Manfrotto kopieren das Kupo-Design, erreichen aber nur 60-70% der ursprünglichen Klemmkraft. Für Rohrdurchmesser über 55 mm kommen weiterhin klassische C-Clamps zum Einsatz, für Gewichte über 15 kg sind Safety-Cables obligatorisch.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze Kupo Grips für ihre Zuverlässigkeit beim Rigging von Kicker-Lights oder praktischen Leuchten im Set. Die 360°-Drehbarkeit der Zapfen ermöglicht mir präzise Lichtführung auch in schwer zugänglichen Winkeln. Bei Low-Budget-Produktionen befestige ich damit LED-Panels direkt an vorhandener Architektur, ohne schweres Stativ-Equipment schleppen zu müssen.

Regisseur

Kupo Grips geben mir die Flexibilität, spontan zusätzliche Lichtakzente zu setzen, wenn sich während des Drehs neue narrative Möglichkeiten ergeben. Die schnelle Montage ermöglicht es, zwischen Takes blitzschnell die Lichtstimmung zu ändern und verschiedene emotionale Nuancen einer Szene auszuprobieren. Besonders bei Dialogszenen kann ich so reaktiv auf die Schauspielerführung eingehen.

Produzent

Ein Kupo Grip kostet 35-80 Euro, spart aber täglich 2-3 Stunden Setup-Zeit im Vergleich zu herkömmlichen Klemmen – das entspricht 400-600 Euro Personalkosten pro Drehtag. Die Investition amortisiert sich bereits nach dem ersten Projekt. Außerdem reduzieren sie das Grip-Equipment-Volumen um etwa 30%, was Transport- und Lagerkosten minimiert.

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