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K5600
Hersteller

K5600

Murnau AI illustration
color temperature flow roll take

US-Hersteller professioneller HMI-Scheinwerfer — bekannt für die Joker-Serie und innovative LED-Systeme mit hoher Lichtausbeute.

Definition

K5600 bezeichnet einen amerikanischen Hersteller von HMI-Scheinwerfern und Tungsten-Leuchten, der seit 1986 professionelle Beleuchtungssysteme für Film, Fernsehen und Fotografie produziert. Das Unternehmen aus Sun Valley, Kalifornien, entwickelt hauptsächlich Fresnel-Scheinwerfer mit Leistungen von 200W bis 18.000W sowie spezialisierte Lichtformer. Der Name K5600 bezieht sich auf die Kelvin-Farbtemperatur von 5600K, dem Tageslicht-Standard in der Filmbeleuchtung.

Technische Details

Die K5600-HMI-Scheinwerfer verwenden Metallhalogenid-Brenner mit elektronischen Vorschaltgeräten (ARRIMAX oder eigene K-ESTHER-Ballasts) und erreichen Lichtausbeuten von 85-95 Lumen pro Watt. Der populäre Joker-Bug 200W erzeugt 18.000 Lumen bei einem Gewicht von 1,3 kg, während der Alpha 1600W 160.000 Lumen liefert. Charakteristisch sind die kompakten, modularen Designs mit abnehmbaren Fresnellinsen und integrierter DMX-Steuerung. Die neueren LED-Modelle wie der Joker2 bieten stufenlose Farbtemperatur-Regelung von 2500K bis 6500K mit CRI-Werten über 95.

Geschichte & Entwicklung

Firmengründer Kees van Oosterom entwickelte 1986 den ersten kompakten HMI-Scheinwerfer nach seinem Wechsel von der niederländischen Filmbranche nach Los Angeles. 1992 folgte der Joker 200W, der erstmals HMI-Licht in handlicher Bauform anbot. 2003 erweiterte K5600 das Sortiment um Tungsten-Scheinwerfer, 2018 um LED-Technologie. Die 2020 eingeführte Joker2-Serie kombiniert HMI-, LED- und Plasma-Technologie in einem Gehäuse.

Praxiseinsatz im Film

K5600-Leuchten kommen bevorzugt bei Außendrehs und Mixed-Lighting-Situationen zum Einsatz, wo kompakte Bauform und hohe Lichtleistung gefordert sind. Der Joker-Bug 800W etablierte sich als Standard für Kfz-Fahraufnahmen und enge Drehplätze. Kameraleute nutzen die präzise Lichtverteilung der Fresnel-Optik für gezielte Akzentuierung, während die DMX-Integration nahtlose Integration in moderne Lichtpulte ermöglicht. Nachteile sind der hohe Anschaffungspreis und die begrenzte Zubehör-Kompatibilität zu anderen Herstellern.

Vergleich & Alternativen

K5600 konkurriert hauptsächlich mit ARRI (M-Serie), Dedolight und amerikanischen Herstellern wie Mole-Richardson. Gegenüber ARRI-Scheinwerfern bietet K5600 kompaktere Bauformen bei vergleichbarer Lichtleistung, jedoch mit proprietären Zubehörsystemen. LED-Alternativen von ARRI (SkyPanel), Aputure oder Quasar Science erreichen ähnliche Flexibilität bei geringerem Stromverbrauch. Tungsten-Scheinwerfer von K5600 werden hauptsächlich gewählt, wenn die charakteristische Lichtqualität klassischer Glühlampen gefordert ist.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze K5600-Leuchten für ihre konstante Farbtemperatur und die präzise Lichtverteilung der Fresnel-Optik, besonders bei Available-Light-Situationen wo ich natürliches Tageslicht ergänzen muss. Der Joker-Bug 800W ist mein Standard für Autoszenen, da er trotz kompakter Bauform genug Power hat, um durch Windschutzscheiben zu penetrieren und natürlich wirkende Führungslichter zu setzen.

Regisseur

K5600-Scheinwerfer geben mir die Flexibilität, auch an entlegenen Locations ohne aufwendige Stromversorgung professionelle Lichtstimmungen zu kreieren. Die schnelle Setup-Zeit der kompakten Units erlaubt es mir, spontan auf sich ändernde Lichtverhältnisse zu reagieren und die Atmosphäre einer Szene durch gezielte Lichtakzente zu verstärken, ohne den Drehrhythmus zu unterbrechen.

Produzent

K5600-Equipment bedeutet höhere Anschaffungskosten, aber deutlich reduzierte Transportkosten durch das kompakte Design und geringeren Personalbedarf beim Auf- und Abbau. Die Stromersparnis gegenüber vergleichbaren Tungsten-Leuchten reduziert Generator-Kosten erheblich, und die Robustheit der Geräte minimiert Ausfallzeiten und Reparaturkosten während der Produktion.

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