Siebenteiliger Satz sowjetischer Mittelformat-Optiken von 30 bis 150mm, von IRONGLASS in Kino-Gehaeuse umgebaut — fuer Fujifilm GFX, ARRI Alexa 65 und Blackmagic Ursa Cine.
SMF steht für Soviet Medium Format. IRONGLASS ist in dieser Datenbasis sonst mit rehoused Kleinbild-Glas vertreten — Helios, Mir, Jupiter, alles gerechnet für das 24x36-Format. Die SMF-Linie kommt aus einer anderen Ecke: sie besteht aus Optiken, die für 6x6-Mittelformatkameras gebaut wurden, also für einen Bildkreis, den es im Kino bis vor wenigen Jahren gar nicht gab.
Der Satz
Sieben Brennweiten von 30 bis 150 Millimeter: Zodiak-8B 30mm f/3.5, Mir-26B 45mm f/3.5, Mir-38B 65mm f/3.5, Volna-3 80mm f/2.8, Vega-12B 90mm f/2.8, Vega-28B 120mm f/2.8 und Kaleinar-3B 150mm f/2.8. Das ist kein durchgehend lichtstarker Satz — f/3.5 an den kurzen Enden ist nach Cine-Maßstab langsam. Wer diese Optiken mietet, mietet sie auch nicht dafür.
Wofür der Bildkreis reicht
Auf einer Fujifilm GFX entspricht der Satz einem kleinbildäquivalenten Bildwinkel von etwa 24 bis 120 Millimetern, auf einer ARRI Alexa 65 fällt er noch weiter aus. Genau das ist der Grund für die Existenz der Reihe: die Zahl digitaler Kameras mit Sensoren jenseits von Vollformat ist in wenigen Jahren von zwei auf ein gutes Dutzend gestiegen — GFX 100 II, Alexa 65, Blackmagic Ursa Cine 17K —, und der Markt an bezahlbarer Vintage-Optik für dieses Format ist praktisch leer. Die Alternative sind Hasselblad- und Mamiya-Rechnungen zu deutlich anderen Preisen.
Was die Optiken machen
Die sowjetischen Mittelformat-Rechnungen sind aus derselben Schule wie die bekannteren Kleinbild-Geschwister und teilen deren Eigenschaften: milder Kontrast, ausgeprägte Flares, sichtbare Feldkrümmung zu den Rändern, und ein Bokeh, das bei den Vega-Rechnungen deutlich rotiert. Auf einem Sensor, der den Bildkreis vollständig ausnutzt, wird all das sichtbarer als auf Super 35 — die Ecken sind dort, wo eine Rechnung von 1970 am wenigsten korrigiert ist.
Was das Rehousing leistet
Wie bei jedem Umbau: nicht die Optik, sondern die Bedienbarkeit. Einheitlicher Frontdurchmesser über den Satz, einheitliche Zahnkranz-Position, verlängerter Fokusweg mit brauchbaren Markierungen. Die Ausgangsobjektive haben Fokuswege von unter 90 Grad und Skalen, die für Handbetrieb gedacht waren; ohne Umbau ist damit kein Fokus-Assistent zu bedienen. Der Charakter bleibt unangetastet — das ist der Unterschied zum Lens Tuning.
Einordnung
Die SMF-Linie ist der günstigste Weg zu einem geschlossenen Vintage-Satz für digitales Mittelformat. Sie ist keine Präzisionsoptik und will es nicht sein. Wer sie mietet, entscheidet sich für eine Handschrift, die in den Ecken zerfällt und im Gegenlicht ausbricht — auf einem Sensor, der jeden dieser Effekte vergrößert.
Verwandte Begriffe
Quiz
1. Was beschreibt „IRONGLASS SMF" am besten?
2. Zu welchem Department gehört „IRONGLASS SMF"?