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DZOFilm Vespid
Kamera · Objektive

DZOFilm Vespid

Murnau AI illustration
dzofilm flow para roll take

DZOFilm Vespid: Preisgünstige Vollformat-Cinema-Objektive mit T2.1 Lichtstärke und gleichmäßiger Farbwiedergabe im Set.

Technische Details

Die Vespid-Serie umfasst aktuell acht Festbrennweiten: 16mm, 25mm, 35mm, 50mm, 75mm, 85mm, 100mm und 125mm. Jedes Objektiv verfügt über 16 Blendenlamellen für gleichmäßiges Bokeh und eine Naheinstellgrenze zwischen 0,3m (16mm) und 0,8m (125mm). Das Frontgewinde beträgt einheitlich 82mm, während das Gehäusedurchmesser konstant 95mm misst. Die Objektive wiegen zwischen 1,8kg und 2,1kg und bieten PL- und EF-Mount-Varianten. Der Fokusring rotiert um 300° und ermöglicht präzise manuelle Scharfstellung mit einheitlicher Gear-Position für Follow-Focus-Systeme.

Geschichte & Entwicklung

DZOFilm stellte die Vespid-Serie erstmals 2020 vor und brachte sie 2021 auf den Markt. Das chinesische Unternehmen positionierte sich damit als kostengünstiger Konkurrent zu etablierten Herstellern wie Zeiss, Cooke oder ARRI. 2022 erweiterte DZOFilm das Sortiment um die längeren Brennweiten 100mm und 125mm. Die Entwicklung erfolgte mit Fokus auf moderne digitale Sensoren und sollte speziell für 6K- und 8K-Kameras optimiert sein.

Praxiseinsatz im Film

Die Vespid-Objektive finden vor allem in Independent-Produktionen und Streaming-Content Verwendung, wo Budget-Effizienz bei professioneller Bildqualität gefragt ist. Kameraleute schätzen die einheitliche Farbwiedergabe und das weiche, cineastische Bokeh für Narrative-Projekte. Der geringe Fokus-Breathing macht die Objektive besonders für Gimbal-Arbeiten attraktiv. Netflix-Serien wie "The Empress" (2022) verwendeten Vespid-Objektive für spezifische Sequenzen. Die Objektive eignen sich weniger für VFX-intensive Produktionen, da sie nicht die extreme Schärfe von High-End-Optiken erreichen.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber Zeiss CP.3 oder Sony FX-Optiken bieten die Vespids ähnliche Bildqualität zum halben Preis, erreichen aber nicht deren mechanische Präzision. Im Vergleich zu Sigma Cine-Objektiven punkten sie mit einheitlicherem Look und professionellerem Gehäuse. Canon CN-E Objektive bieten bessere Schärfeleistung, die Vespids kontrastieren mit wärmerem, filmischerem Character. Für große Studioproduktionen bleiben ARRI Master Primes oder Cooke S7/i erste Wahl, während Vespids den Sweet-Spot für ambitionierte Indie-Produktionen treffen.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich verwende die Vespids hauptsächlich für organische, character-driven Stories, wo der leicht weiche Look die Haut schmeichelhaft rendert und das Bokeh natürlich wirkt. Die konstante T2.8-Blende gibt mir Flexibilität bei schwierigen Lichtverhältnissen, auch wenn die Schärfeleistung bei Offenblende nicht ganz an deutsche Optiken heranreicht. Der einheitliche Fokus-Throw von 300° macht Follows sehr vorhersagbar.

Regisseur

Diese Objektive geben meinen Bildern eine subtile Wärme und Weichheit, die perfekt für emotionale Momente funktioniert – sie fühlen sich "menschlich" an im Gegensatz zu sterilen digitalen Looks. Besonders die 50mm und 85mm nutze ich für intime Dialogszenen, wo das sanfte Bokeh die Charaktere vom Hintergrund löst. Die Vespids unterstützen meine Tendenz zu klassischer, unaufdringlicher Bildsprache.

Produzent

Mit etwa 3.500 Euro pro Objektiv kosten die Vespids ein Drittel vergleichbarer europäischer Optiken – ein komplettes Set ersetzt preislich zwei Zeiss CP.3. Die Verfügbarkeit ist deutlich besser als bei High-End-Glas, und Ersatzteile kommen schnell aus Europa. Für Serien-Produktionen rechnet sich die Anschaffung bereits nach drei Projekten gegenüber Miete von Premium-Objektiven.

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