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DZOFilm Linglung
Kamera · Objektive

DZOFilm Linglung

Murnau AI illustration
dzofilm flow para roll take

Vollformat-Festbrennweiten von DZOFilm mit T2.8 — vintage-inspirierter Look mit warmer Farbwiedergabe und weichem Bokeh.

Technische Details

Alle drei Objektive verfügen über eine 95mm-Frontfassung, 320°-Fokusrotation und 110°-Zoomrotation. Das Naheinstelllimit beträgt 0,6m bei allen Brennweiten. Die Objektive wiegen zwischen 2,8kg (18-35mm) und 3,2kg (75-200mm) und messen 200-220mm in der Länge. Verfügbare Anschlüsse sind PL, EF und E-Mount. Die optische Konstruktion basiert auf 16-20 Linsenelementen in 11-14 Gruppen, abhängig vom Modell. Ein integriertes Parfokalsystem gewährleistet konstante Schärfe beim Zoomen.

Geschichte & Entwicklung

DZOFilm kündigte die Linglung-Serie 2021 als direkten Konkurrenten zu etablierten Cinema-Zoom-Herstellern wie Angenieux und Canon an. Die Markteinführung erfolgte 2022, zunächst mit dem 35-80mm, gefolgt von den anderen Brennweiten. DZOFilm positionierte sich damit als erstes chinesisches Unternehmen im High-End-Cinema-Zoom-Segment. 2023 erweiterte das Unternehmen die Serie um spezielle Vintage-Coatings für den "Linglung Vintage"-Look.

Praxiseinsatz im Film

Die Objektive finden Verwendung bei Netflix-Produktionen und internationalen Spielfilmen, insbesondere dort, wo das Budget für Angenieux-Optiken nicht ausreicht. Der parfokale Aufbau ermöglicht präzise Follow-Focus-Arbeit ohne Schärfenachführung beim Zoomen. Das gleichmäßige Bokeh und die minimale Fokus-Atmung machen sie für Steadicam- und Gimbal-Arbeiten geeignet. Die T2.9-Lichtstärke über den gesamten Zoombereich reduziert Beleuchtungsaufwand bei Available-Light-Situationen.

Vergleich & Alternativen

Im Vergleich zu Angenieux Optimo-Zooms bieten die Linglung-Objektive 60% der optischen Leistung zu 30% des Preises. Gegenüber Canon CN-E Zooms punkten sie mit größerer Lichtstärke und parfokaler Konstruktion. Sony FX9-Produktionen nutzen häufig die E-Mount-Variante als kostengünstige Alternative zu Fujinon Premista-Zooms. Die Linglung-Serie eignet sich besonders für Budget-bewusste Produktionen, die dennoch Cinema-Standard benötigen, erreicht aber nicht die absolute Bildqualität von Cooke- oder Zeiss-Zooms.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze die durchgehende T2.9-Blende und die parfokale Konstruktion – das spart mir ständige Schärfenachführung beim Zoomen. Die 320°-Fokusrotation gibt mir präzise Kontrolle, auch wenn die Objektive mit 3kg+ definitiv ein stabiles Stativsystem verlangen.

Regisseur

Die Linglung-Zooms ermöglichen mir fließende Brennweitenübergänge ohne Objektivwechsel, was den Rhythmus am Set erhält. Besonders bei emotionalen Szenen kann ich nahtlos von der Totale in die Nahaufnahme zoomen, ohne die Schauspielleistung durch technische Unterbrechungen zu zerstören.

Produzent

Mit 12.000 Euro pro Objektiv koste ich nur ein Drittel von Angenieux-Equipment und erhalte trotzdem Netflix-approved Bildqualität. Das spart mir täglich 200-300 Euro Mietkosten gegenüber High-End-Alternativen – bei einer 30-Tage-Produktion macht das bereits den Kaufpreis aus.

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