Gyrostabilisiertes Kamerasystem für Luftaufnahmen: eine kreiselstabilisierte Kugel an Helikopter oder Flugzeug, die auch bei Vibration und langen Brennweiten ruhige, zitterfreie Bilder liefert.
Cineflex ist der Name, der für eine ganze Gerätegattung steht: die gyrostabilisierte Kamerakugel für Luftaufnahmen. An der Nase oder Seite eines Helikopters montiert, entkoppeln mehrere kreiselstabilisierte Achsen die Kamera von jeder Vibration und Bewegung des Trägers. Das Ergebnis sind die ruhigen, schwebenden Luftbilder mit langen Brennweiten, die man aus Naturdokumentationen und Action-Verfolgungen kennt — Aufnahmen, die mit einem hart montierten Rig physikalisch unmöglich wären.
Wie sich das System vom Drohnen-Gimbal unterscheidet
Ein Drohnen-Gimbal stabilisiert eine leichte Kamera über kurze Distanzen; ein Cineflex-Klasse-System trägt Cine-Kameras mit schweren Teleobjektiven und hält sie auch bei hoher Fluggeschwindigkeit und Turbulenz auf ein Ziel gerichtet. Bedient wird aus der Kabine: Ein Operator führt Schwenk, Neigung und Fokus über eine Fernsteuerung, während Pilot oder Pilotin die Flugbahn fliegt — Luftaufnahmen dieser Art sind Teamarbeit zwischen Cockpit und Kamerastation.
Einsatz in der Praxis
Gebucht wird meist ein Komplettpaket aus System, Operator und zugelassenem Träger — die Montage am Luftfahrzeug ist zulassungspflichtig und nichts, was ein Grip am Drehtag improvisiert. Für viele Aufgaben haben Drohnen die Helikopter-Kugel inzwischen abgelöst; sobald aber lange Brennweiten, hohe Geschwindigkeiten, große Höhen oder lange Flugzeiten gefragt sind, bleibt die gyrostabilisierte Kugel am bemannten Träger das Werkzeug der Wahl.
Verwandte Begriffe
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