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Ultra Panavision 70
Kamera · Equipment

Ultra Panavision 70

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Ultra Panavision 70 is a technique in filmmakingtography.

Technische Details

Das System verwendet 65mm-Negativfilm mit fünf Perforationen pro Bildfeld und erzeugt ein Bildfenster von 52,6 × 23,0mm. Die Ultra Panavision-Objektive komprimieren das Bild um den Faktor 1,25:1 in horizontaler Richtung, deutlich weniger als Standard-Anamorphot-Objektive mit 2:1-Kompression. Für die Projektion werden 70mm-Kopien mit magnetischen Sechskanal-Tonspuren verwendet. Die Brennweiten der verfügbaren Ultra Panavision-Objektive reichen von 40mm bis 200mm, wobei jedes Objektiv speziell für die geringe anamorphotische Verzerrung konstruiert wurde.

Geschichte & Entwicklung

Panavision führte Ultra Panavision 70 1957 ein, um ein noch breiteres Bildseitenverhältnis als das bereits etablierte Super Panavision 70 (2,2:1) zu erreichen. Der erste Film in diesem Format war "Raintree County" (1957) mit Elizabeth Taylor und Montgomery Clift. MGM setzte das System für prestigeträchtige Großproduktionen wie "Ben-Hur" (1959) und "Mutiny on the Bounty" (1962) ein. Nach dem Niedergang der Roadshow-Ära verschwand Ultra Panavision 70 Ende der 1960er Jahre weitgehend, bis Quentin Tarantino das Format 2015 für "The Hateful Eight" wiederbelebte.

Praxiseinsatz im Film

Ultra Panavision 70 eignete sich besonders für epische Historienfilme und Western, da das extreme Breitformat Landschaften und Massenszenen spektakulär zur Geltung brachte. Die Wagenrennen-Sequenz in "Ben-Hur" demonstrierte die Vorteile des Formats für actionreiche Breitwand-Kompositionen. Der Workflow erforderte spezielle Projektionsausrüstung in den Kinos, da Standard-70mm-Projektoren für das 2,76:1-Format modifiziert werden mussten. Nachteilig waren die hohen Kosten für Spezialequipment und die begrenzte Anzahl ausrüstungsfähiger Kinos.

Vergleich & Alternativen

Ultra Panavision 70 unterscheidet sich von Super Panavision 70 durch die anamorphotische Kompression und das breitere Seitenverhältnis (2,76:1 vs. 2,2:1). Während Standard-Anamorphot-Formate wie Panavision auf 35mm-Film setzen, nutzt Ultra Panavision die höhere Auflösung von 65mm-Negativ. Moderne IMAX-Formate erreichen zwar größere Bildflächen, aber mit anderen Seitenverhältnissen. Als zeitgenössische Alternative verwenden Filmemacher digitale Intermediate-Prozesse, um ähnliche Breitwand-Effekte mit konventioneller Ausrüstung zu erzielen, ohne die Authentizität des analogen Ultra Panavision-Looks zu erreichen.

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