Panavision Primo is a technique in filmmakingtography.
Brennweiten
| 14.5 | 17.5 | 27 | 35 | 50 | 75 | 100 | 150 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T2.8 | T1.9 | T1.9 | T1.9 | T1.9 | T1.9 | T1.9 | T1.9 |
| 0,35m | 0,45m | 0,45m | 0,60m | 0,60m | 0,75m | 1,00m | 1,20m |
| 2,2kg | 2,0kg | 1,8kg | 1,9kg | 2,1kg | 2,8kg | 3,4kg | 4,1kg |
| 95 | 95 | 95 | 95 | 95 | 95 | 95 | 95 |
| 100° | 90° | 64° | 54° | 40° | 27° | 20° | 14° |
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PV-Mount · S35 · Panavision-Vergütung
Technische Details
Acht Festbrennweiten (14,5-150mm) mit T1.9 (14,5mm: T2.8). Exklusiver PV-Mount. 11-16 Linsenelemente mit Panavision-Vergütung (Reflektionen unter 0,8%). Einheitliches 95mm-Frontfiltergewinde. Minimale Fokusatmung, optimiert für 35mm-Film und frühe HD-Produktion.
Geschichte & Entwicklung
Panavision entwickelte die Primo-Serie ab 1987 unter Leitung von Dan Sasaki als Antwort auf die steigenden Qualitätsanforderungen des entstehenden HDTV-Markts. 1990 kamen die ersten vier Brennweiten auf den Markt, 1995 folgte die Komplettierung der Serie. Die Primo-Linsen etablierten sich als Referenzstandard für 35mm-Film und prägten die Bildästhetik der 1990er und 2000er Jahre. 2010 stellte Panavision die Primo-Produktion ein und ersetzte sie durch die Primo 70-Serie für größere Sensoren.
Praxiseinsatz im Film
Roger Deakins verwendete Primo-Objektive für "The Shawshank Redemption" (1994) und schätzte deren natürliche Farbwiedergabe und scharfe Abbildung bis in die Bildecken. "Titanic" (1997) wurde vollständig mit Primo-Linsen gedreht, wobei Russell Carpenter deren geringe Verzerrung für die komplexen Miniaturaufnahmen nutzte. Die Objektive eignen sich besonders für kontrollierte Studioumgebungen, zeigen aber bei extremen Lichtverhältnissen gelegentlich Flare-Probleme. Typische Workflows umfassen den Einsatz auf Mitchell- oder Arriflex-Kameras mit zusätzlichen Polarisationsfiltern.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu Zeiss Super Speeds bieten Primo-Linsen schärfere Abbildung bei geringfügig weniger Available-Light-Tauglichkeit. Moderne Alternativen wie Panavision DXL oder ARRI Master Primes erreichen ähnliche Schärfewerte, sind jedoch für digitale Sensoren optimiert. Primo-Objektive bleiben für 35mm-Film-Produktionen erste Wahl, während für 4K-Digital-Produktionen neuere Serien wie die Panavision T-Serie oder Cooke S7/i technische Vorteile bieten. Vintage-Primo-Sets werden heute hauptsächlich für Period-Pieces oder bewusst analoge Bildästhetik eingesetzt.