Canon C300 is a professional compact cinema camera known for its versatility and image quality.
Technische Details
Der APS-C-Sensor (22,3 × 11,9 mm) arbeitet mit einer nativen ISO-Empfindlichkeit von 850 und erreicht maximal ISO 20.000. Die Kamera verfügt über zwei CompactFlash-Speicherkartenslots für kontinuierliche Aufnahme und bietet 12 Bildraten von 23,98p bis 59,94p. Das integrierte ND-Filterrad umfasst drei Stufen (2, 4, 6 Stops). Der 8,8cm-LCD-Monitor lässt sich ausklappen und drehen. Audio wird über zwei XLR-Eingänge mit Phantomspeisung aufgezeichnet. Das EF-Mount-System ermöglicht die Verwendung des gesamten Canon-Objektivsortiments.
Geschichte & Entwicklung
Canon präsentierte die C300 im November 2011 als erste Kamera der Cinema EOS-Serie, zeitgleich mit der C300 PL (PL-Mount-Version). Sie entstand als Antwort auf den DSLR-Filmtrend und Sonys FS100. 2014 folgte die C300 Mark II mit 4K-Aufzeichnung und verbessertem Dual Pixel CMOS AF. Die ursprüngliche C300 wurde 2018 eingestellt, nachdem sie über sieben Jahre als Industriestandard fungierte.
Praxiseinsatz im Film
Dokumentarfilmer schätzten die C300 für ihre kompakte Bauform und exzellente Low-Light-Performance. Steven Soderbergh nutzte sie für "Side Effects" (2013), was ihre Kinofähigkeit bewies. Die BBC setzte sie regelmäßig für Naturdokumentationen ein. Typische Workflows umfassen ProRes-Proxies für den Schnitt und das native MPEG-2-Material für die Endbearbeitung. Die Dual-Slot-Aufzeichnung ermöglicht simultane Backup-Erstellung oder verschiedene Codecs parallel.
Vergleich & Alternativen
Gegen die Sony FS700 punktete die C300 mit besserer Ergonomie und Farbwissenschaft, verlor aber bei Zeitlupen-Funktionen. Die Panasonic AF100 bot zwar ähnliche Features, jedoch mit kleinerem Micro Four Thirds-Sensor. Moderne Nachfolger sind die Canon C70 und C300 Mark III mit 4K/120p-Fähigkeiten. Bei begrenztem Budget bieten heute die Canon R5C oder Sony FX6 vergleichbare Bildqualität mit erweiterten Funktionen zu niedrigeren Kosten.