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BMP
VFX

BMP

BMP (Bitmap)
Murnau AI illustration
bitmapped image borchmann process bipack process batch compositing effects animation b spline

Unkomprimiertes Bildformat — jedes Pixel einzeln gespeichert, daher große Dateien und hohe Qualität. In modernen Workflows durch TIF oder OpenEXR ersetzt.

Du brauchst BMP heute eigentlich nicht mehr — aber um zu verstehen, warum wir heute TIF und OpenEXR nutzen, musst du wissen, was BMP war und warum es am Set und im VFX-Workflow lange Zeit Standard war.

BMP speichert jedes Pixel als Rohdaten ab, ohne Kompression. Das bedeutet: Eine 2K-Aufnahme (2048 × 1080) mit 8-Bit RGB braucht knapp 6,5 Megabyte pro Frame. Bei 24fps sind das 155 MB pro Sekunde. Klingt heute normal, aber in den 90ern und frühen 2000ern war das die einzige Methode, um sicherzustellen, dass digitale Effekte lossless arbeiten konnten. Keinen Codec-Verlust, keine Artefakte — nur Rohdaten, Pixel für Pixel.

Im praktischen VFX-Workflow hast du BMP vor allem in Frame-Sequenzen verwendet: Du exportierst deine CG-Render nicht als Videodatei, sondern als 150 einzelne BMP-Dateien. Jede Datei ist unkomprimiert, jede Datei ist identisch in Größe und Struktur. Das macht sie stabil für den Compositing-Prozess. Ein Compositor kann die Sequenz ins Editing-System laden, und es gibt keine Überraschungen — keine GOP-Struktur, kein Keyframe-Problem, kein Codec-Overhead.

Das Problem: Speicherplatz und Netzwerkbandbreite wurden schnell zum Bottleneck. Eine 90-Sekunden-VFX-Shot mit mehreren Render-Layern (Diffuse, Specular, Normal, Depth, Beauty Pass) — schnell sind wir bei Terabyte-Mengen. Deswegen sind wir seit den 2010er Jahren auf TIF mit LZW-Kompression oder OpenEXR übergegangen. Beide ermöglichen lossless Speicherung bei deutlich kleinerem Footprint.

Heute triffst du BMP nur noch in Legacy-Projekten oder in sehr spezialisierten Kontexten an — etwa wenn ein 20 Jahre altes Compositing-System nur BMP liest, oder wenn jemand bewusst unkomprimiert arbeiten will und den Speicher hat. Aber grundsätzlich: BMP war der praktische Grund, warum wir überhaupt mit Frame-Sequenzen statt Videofiles arbeiten. Diese Logik bleibt relevant, auch wenn das Format selbst veraltet ist.

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