Rastergrafikformat: Pixel-für-Pixel-Speicherung statt mathematischer Vektoren — JPG, PNG, TIFF. Skalierung verschlechtert die Schärfe; Qualitätsverlust beim Vergrößern.
Du arbeitest mit Pixelgrafiken — jedes Bild ist ein Raster aus einzelnen farbigen Punkten, die in einer Matrix angeordnet sind. Anders als bei Vektorgrafiken, die auf mathematischen Formeln basieren, speichert das System hier jeden Pixel einzeln mit seinen RGB- oder CMYK-Werten. Das ist der Kern: Bitmapped Images sind ortsgebunden, nicht skalierbar ohne Qualitätsverlust. JPG, PNG, TIFF, BMP — alle arbeiten nach diesem Prinzip.
Am Set oder im Compositing merkst du das sofort: Du hast eine HD-Aufnahme (1920×1080) und versuchst sie auf 4K zu vergrößern. Die Engine füllt die fehlenden Pixel durch Interpolation auf — das Ergebnis wird matschig, Kanten verlieren Schärfe. Umgekehrt funktioniert Downsampling relativ sauber, weil Pixel weggelassen werden können. Das ist die zentrale Limitation. Bei Visual Effects, Grading oder Compositing arbeitet man deshalb strategisch: Man capture Assets in höherer Auflösung als nötig, um später Spielraum zum Skalieren nach unten zu haben. Ein 6K DPX-Scan eines Matte Paintings kann dann auf verschiedene Formate gekürzt werden — das funktioniert. Umgekehrt funktioniert es nicht.
Im Vergleich zu Vektorgrafiken (siehe: Vector Graphics im Lexikon) oder prozeduralen Texturen liegt der Vorteil bei Photorealismus und Detail. Eine fotografische Aufnahme ist immer eine Bitmapped Image — sie wird als einzelne Pixel akquiriert. Das macht sie für Filme unverzichtbar, solange sie in der korrekten Auflösung vorliegen. Problematisch wird es bei Nachbearbeitungen: Wenn du ein Bitmapped Image mehrfach skalierst, rotierst oder verformst (siehe: Digital Intermediate), akkumulieren sich Interpolationsfehler. Deshalb arbeitet man mit Bit-Tiefe (8-Bit, 16-Bit, 32-Bit floating point) — höhere Bit-Tiefe gibt dir mehr Spielraum für Farb-Korrektionen, ohne dass Banding auftritt.
Praktischer Tipp: Speichere deine Finals und Interim-Assets in komprimierten oder verlustfreien Formaten, je nach Workflow. PNG ist lossless und unkomprimiert, JPG spart Speicher, aber mit Qualitätsverlust — ungeeignet für VFX-Work. TIFF ist dein Standard für archivale und professionelle Arbeitsschritte. Die Pixelgebundenheit von Bitmapped Images ist kein Bug, es ist eine Realität der digitalen Bilderfassung — du musst damit rechnen, nicht dagegen ankämpfen.