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Astera AsteraBox
Licht · Equipment

Astera AsteraBox

Murnau AI illustration
astera color temperature flow roll take

Astera AsteraBox: Drahtlose DMX-Steuereinheit von Astera. Empfängt Funksignale und wandelt sie in DMX-Befehle für LED-Leuchten um.

Technische Details

Die AsteraBox misst 570 × 570 × 110 mm bei einem Gewicht von 13,2 kg. Jeder der 16 Pixel verfügt über 24 LEDs (6× Rot, 6× Grün, 6× Blau, 6× Weiß) und kann separat in Helligkeit, Farbe und Farbtemperatur (2700K-6500K) gesteuert werden. Die integrierte Batterie ermöglicht eine Laufzeit von 2-8 Stunden je nach Helligkeitseinstellung. Das wasserdichte IP65-Gehäuse übersteht Stürze bis 1,5 Meter Höhe. Die Ansteuerung erfolgt über DMX512, Art-Net, oder die proprietäre AsteraApp via Bluetooth. Das System unterstützt 16-Bit-Dimming und verfügt über eingebaute Farbkalibrierung für gleichmäßige Farbwiedergabe zwischen mehreren Einheiten.

Geschichte & Entwicklung

Astera stellte die erste AsteraBox 2016 auf der NAB in Las Vegas vor, basierend auf der 2014 eingeführten Titan Tube-Technologie. Die Entwicklung zielte auf die Nachfrage nach pixelsteuerbaren Flächenlichtern für Virtual Production und LED-Wall-Ergänzung ab. 2019 folgte die überarbeitete Version mit verbesserter Farbwiedergabe (CRI >96, TLCI >97) und erweiterter App-Funktionalität. Die aktuelle Generation von 2021 integriert CRMX-Funkprotokoll und erweiterte Effekt-Bibliotheken.

Praxiseinsatz im Film

Die AsteraBox wird primär als Eye-Light für Schauspieler, zur Simulation von Monitor- oder Display-Licht und als praktisches Licht in Sets eingesetzt. Bei "The Queen's Gambit" (2020) simulierten mehrere AsteraBoxen das wechselnde Licht von Fernsehgeräten in Hotelzimmern. Die Pixel-Steuerung ermöglicht realistische Feuer-, Blitz- oder Explosionseffekte ohne Postproduktion. Gaffer nutzen das System zur schnellen Farbtemperatur-Anpassung bei Mixed-Lighting-Situationen, da sich Tageslicht und Kunstlicht ohne Folien oder Filter mischen lassen.

Vergleich & Alternativen

Im Gegensatz zur Astera Titan Tube bietet die AsteraBox flächige statt lineare Beleuchtung bei höherer Lichtleistung. Konkurrierende Systeme wie die Quasar Science Q-LED oder LiteGear LiteMat erreichen ähnliche Lichtleistung, verfügen jedoch nicht über Pixel-Control. Arri SkyPanel S60-C übertrifft die Lichtleistung deutlich (bis 57.000 Lumen), benötigt aber Stromversorgung und bietet keine Pixel-Segmentierung. Für reine Flächenausleuchtung ohne Effekte sind traditionelle LED-Panels oft kosteneffizienter, während die AsteraBox bei komplexen Farbverläufen und dynamischen Lichteffekten unersetzlich bleibt.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Die individuelle Pixel-Ansteuerung ermöglicht mir präzise Lichtverläufe über das Gesicht des Schauspielers – ich kann gezielt einzelne Bereiche aufhellen oder die Farbtemperatur graduell über die Fläche verändern. Bei Nahaufnahmen nutze ich die AsteraBox als weiches Eye-Light mit variabler Farbtemperatur, ohne ständig Filter wechseln zu müssen. Der hohe CRI-Wert von über 96 garantiert natürliche Hauttöne auch bei extremen Farbeinstellungen.

Regisseur

Ich setze die AsteraBox für emotionale Farbübergänge ein, die dem Publikum unbewusst die Stimmung vermitteln – von warmem Orange bei intimen Momenten zu kaltem Blau bei Spannungsaufbau. Die Möglichkeit, komplexe Lichtsequenzen zu programmieren und mit einem Knopfdruck abzurufen, gibt mir absolute Kontrolle über das visuelle Storytelling. Besonders bei Dialogszenen kann ich subtile Farbwechsel synchron zur emotionalen Entwicklung der Charaktere fahren.

Produzent

Eine AsteraBox kostet etwa 4.500 Euro, rechnet sich aber durch eingesparte Grip-Zeit und Folienkosten bei farbintensiven Drehs schnell. Der akkubetriebene Betrieb reduziert Stromkosten und Kabelverlegung erheblich – besonders bei Location-Drehs ohne ausreichende Stromanschlüsse. Die robuste Bauweise minimiert Reparaturkosten, und die schnelle Setup-Zeit durch App-Steuerung verkürzt Lichtaufbau um bis zu 30 Prozent gegenüber konventionellen Systemen.

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