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Astera AX1
Licht · Equipment

Astera AX1

Murnau AI illustration
astera color temperature flow roll take

Astera AX1: Kompakter akkubetriebener LED-Spot von Astera. Tunable White 3200-6500K, 8 Stunden Akkulaufzeit, smartphone-steuerbar.

Technische Details

Die AX1 arbeitet mit einem Lithium-Ionen-Akku (14,4V, 158Wh), der bei Vollleistung eine Laufzeit von 4 Stunden und bei 25% Leistung bis zu 20 Stunden ermöglicht. Jede der 288 RGB+WW LEDs lässt sich einzeln ansteuern und erreicht einen CRI- und TLCI-Wert von 88. Die Tube ist nach IP65 klassifiziert und verträgt Temperaturen von -20°C bis +45°C. Die drahtlose Steuerung erfolgt über die AsteraApp via Bluetooth oder optional über DMX/CRMX. Mit einer Pixelauflösung von 0,38 cm pro LED ermöglicht sie präzise Farbverläufe und Effekte entlang der gesamten Länge.

Geschichte & Entwicklung

Astera LED Technology führte die AX1 im Jahr 2017 als Teil ihrer ersten AX-Serie ein und etablierte damit einen neuen Standard für mobile LED-Tubes im Filmbereich. Die deutsche Firma reagierte auf die wachsende Nachfrage nach kompakten, akkubetriebenen Lichtquellen für dokumentarische Arbeiten und enge Drehsituationen. 2019 folgte die AX3 LightDrop als kompaktere Variante, 2021 die AX9 PowerPAR als leistungsstärkere Alternative. Die kontinuierliche App-Entwicklung erweiterte die Funktionalität um Features wie Titan-Integration und erweiterte Effektbibliotheken.

Praxiseinsatz im Film

Kameraleute nutzen die AX1 häufig als praktische Lichtquelle in Fahrzeugen oder für Neon-Simulationen in Nachtszenen, wobei die Pixelfunktion authentische Flackern und Farbwechsel ermöglicht. In der Netflix-Serie "Dark" kamen AX1-Tubes für die charakteristische Beleuchtung der Höhlenszenen zum Einsatz. Die Tube eignet sich besonders für Run-and-Gun-Drehs, da sie ohne Kabelverbindung auskommt und sich magnetisch an metallischen Oberflächen befestigen lässt. Der geringe Stromverbrauch ermöglicht mehrstündige Interviews ohne Akkuwechsel, während die App-Steuerung schnelle Anpassungen ohne Lichtunterbrechung erlaubt.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber herkömmlichen Neonröhren bietet die AX1 vollständige Farbkontrolle und Dimmbarkeit ohne Flimmern. Konkurrierende Systeme wie die Quasar Science Q-LED oder Kino Flo FreeStyle erreichen teilweise höhere Lichtleistungen, verzichten jedoch auf die Pixelsteuerung der AX1. Die neuere AX3 LightDrop (20 cm) eignet sich besser für verdeckte Platzierung, während die AX9 PowerPAR (3.000 Lumen) bei größeren Distanzen mehr Durchsetzungsvermögen bietet. Für Großproduktionen mit festem Stromzugang bleiben traditionelle HMI-Quellen aufgrund ihrer höheren Lichtleistung oft die erste Wahl.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze die AX1 besonders für ihre Vielseitigkeit bei Available-Light-Situationen – sie versteckt sich unauffällig im Bild als praktische Lichtquelle und gibt mir trotzdem volle Kontrolle über Farbtemperatur und Intensität. Die Pixelfunktion nutze ich gerne für subtile Farbverläufe in Portraits oder um Neon-Atmosphäre zu simulieren, ohne echte Leuchtröhren installieren zu müssen.

Regisseur

Die AX1 ermöglicht mir spontane Lichtstimmungen ohne große Umbauten – ich kann in der gleichen Einstellung von warmem Kerzenlicht zu kaltem Mondschein wechseln oder mit farbigen Reflexionen Emotionen unterstreichen. Besonders bei Nachtfahrten nutze ich die Tubes, um Charaktere durch vorbeiziehende Lichtstreifen zu dramatisieren oder ihre innere Verfassung durch Farbwechsel zu visualisieren.

Produzent

Eine AX1-Tube kostet etwa 700 Euro, amortisiert sich aber schnell durch wegfallende Generatorkosten und reduzierte Aufbauzeiten – mein Team kann flexibler arbeiten und braucht weniger Technik-Crew. Die Akkutechnik macht uns unabhängig von Stromquellen, was gerade bei Location-Drehs Zeit und Logistikkosten spart, auch wenn ich regelmäßig Ersatzakkus einkalkulieren muss.

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