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ZEISS Super Speed S16
Kamera · Objektive

ZEISS Super Speed S16

Murnau AI illustration
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Lichtstarker Festbrennweitensatz von ZEISS fuer Super 16 mit durchgehend T1.3 in den Brennweiten 9.5, 12, 16, 25 und 50 mm. Nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen Super Speeds fuer 35 mm — andere Rechnung, anderer Bildkreis, anderes Einsatzfeld.

Die ZEISS Super Speed S16 sind ein sphärischer Festbrennweitensatz für das Super-16-Format mit durchgehender Lichtstärke von T1.3. Der Satz umfasst fünf Brennweiten: 9.5, 12, 16, 25 und 50 mm. Im Handel werden sie überwiegend in PL-Fassung geführt; ältere Exemplare tragen den ARRI-Bajonettanschluss.

Der Namensgleichheits-Fehler

Der häufigste Irrtum zu diesem Satz ist kein technischer, sondern ein Bestell-Irrtum. „Super Speed" bezeichnet bei ZEISS zwei verschiedene Objektivfamilien: den 35-mm-Satz, der ab 1975 mit Brennweiten um 18, 25, 35, 50 und 85 mm gebaut wurde, und diesen S16-Satz. Beide sind T1.3, beide heißen Super Speed, und beide werden von Rental-Häusern unter demselben Namen geführt. Wer ohne Formatangabe ordert, bekommt mit einiger Wahrscheinlichkeit den falschen Satz. Die Formatangabe gehört also in die Anfrage, nicht in die Rückfrage.

Generationen

Der Satz existiert in mehreren Generationen, die im Handel als MkII und MkIII beziehungsweise als „2nd Gen." geführt werden. Der praktisch relevante Unterschied liegt nicht in der Optik: Rechnung und Iris sind gleich. Was sich unterscheidet, ist der Fokusweg — rund 180 Grad bei der MkII gegen rund 330 Grad bei der MkIII.

Für die Bildschärfe bedeutet das nichts, für die Arbeit des Focus Pullers alles. Ein langer Fokusweg erlaubt feinere Abstufung und präzisere Marken, kostet aber Zeit bei großen Schärfeverlagerungen. Ein kurzer Weg ist schnell und grob. Wer einen Satz aus gemischten Generationen bekommt, hat zwei verschiedene Fokusgefühle im Wechsel — und das ist der Punkt, an dem der Satz vor dem Dreh geprüft gehört, nicht am Drehtag.

Was der Satz nach unten nicht leistet

Die kürzeste Brennweite ist das 9.5 mm. Auf Super 16 entspricht das etwa einem moderaten Weitwinkel — nicht mehr. Wer darunter arbeiten will, verlässt die Familie und greift zu Fremdoptik. Dass diese Kombination in der Praxis vorkommt, hat eine Folge, die in der Vorbereitung zählt: Objektive dieser extremen Weitwinkelklasse sind häufig mit einer fotografischen Blendenzahl markiert und nicht mit einem kalibrierten T-Stop. Zwischen T1.3 und einer Blendenangabe klafft dann ein Belichtungsunterschied, der am Set kompensiert werden muss. Ein gemischter Satz ist belichtungsseitig nicht homogen, auch wenn die Zahlen ähnlich aussehen.

Einordnung

Der Satz ist die naheliegende Universaloptik für Super-16-Drehs mit knappem Licht: Available-Light-Innenräume, Nachtaußen, Musikvideo und kurze Markenfilme. Als Zoom-Ergänzung liegen in denselben Rental-Beständen regelmäßig kurze S16-Zooms, die den Brennweitenbereich des Satzes mit Reserve umschließen und die Einstellungen tragen, für die kein Objektivwechsel mehr Zeit hat.

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