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Triple Riser
Licht · Begriffe

Triple Riser

Murnau AI illustration
color temperature flow roll take

Lichtstativ mit drei ausziehbaren Segmenten — erreicht Arbeitshöhen bis 4 Meter für Overhead-Beleuchtung.

Technische Details

Triple Riser verfügen über drei Rohrsegmente mit Außendurchmessern von 28mm, 25mm und 22mm bei Baby-Pin-Ausführung beziehungsweise 16mm, 14mm und 12mm bei Junior-Pin-Varianten. Die maximale Traglast beträgt je nach Hersteller zwischen 3-8 kg bei vollständiger Auszugslänge. Jedes Segment wird durch Drehverschlüsse oder Klemmhebel fixiert, die einen Haltedruck von mindestens 150 N/cm² aufbringen. Standard-Materialien sind eloxiertes Aluminium oder verchromter Stahl. Moderne Ausführungen bieten zusätzliche Sicherheitsfeatures wie Kollaps-Schutz durch gefederte Arretierungen.

Geschichte & Entwicklung

Mole-Richardson führte 1963 die ersten Triple Riser als Antwort auf die wachsenden Anforderungen bei Studioproduktionen ein, wo flexible Lichtpositionen ohne zusätzliche Stative benötigt wurden. Matthews Studio Equipment perfektionierte 1978 das Design durch verbesserte Klemmtechnik und reduziertes Gewicht. Die Einführung von Carbon-Fiber-Varianten durch Avenger 2001 reduzierte das Gewicht um 40% bei gleichbleibender Stabilität. Moderne Triple Riser integrieren seit 2010 Quick-Release-Systeme und Anti-Twist-Mechanismen.

Praxiseinsatz im Film

Triple Riser kommen primär bei Innenaufnahmen zum Einsatz, wenn Leuchten präzise über Schauspielern positioniert werden müssen, ohne die maximale Raumhöhe von Stativen zu überschreiten. Bei "Blade Runner 2049" (2017) nutzte DoP Roger Deakins Triple Riser für präzise Lichtführung in den engen Apartment-Sets. Die Systeme ermöglichen feinjustierbares Arbeiten während der Aufnahme, da die Höhenverstellung stufenlos erfolgt. Nachteile zeigen sich bei dynamischen Kamerabewegungen, da die erhöhte Konstruktion anfälliger für Vibrationen wird.

Vergleich & Alternativen

Triple Riser unterscheiden sich von Standard-Extensions durch die dreifach-segmentierte Bauweise, die kompaktere Lagerung bei maximaler Flexibilität ermöglicht. Single oder Double Riser bieten weniger Höhengewinn, jedoch höhere Stabilität. Moderne Alternativen sind elektrisch höhenverstellbare Stative oder Pantograph-Systeme, die jedoch das Drei- bis Fünffache kosten. Magic Arms mit Super Clamps ersetzen Triple Riser bei seitlicher Montage, bieten jedoch keine vertikale Präzisionsverstellung.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich setze Triple Riser ein, wenn ich meine Kino Flos oder LED-Panels millimetergenau über Gesichtshöhe der Darsteller bringen muss, ohne dass ein zweites Stativ im Bildbereich steht. Besonders bei Dialogszenen kann ich so während der Aufnahme die Lichtrichtung nachjustieren, ohne die Continuity zu brechen – allerdings muss ich bei längeren Brennweiten aufpassen, da schon kleinste Vibrationen sichtbar werden.

Regisseur

Triple Riser geben mir die Freiheit, Lichtstimmungen subtil zu modulieren, ohne große Umbauten zwischen den Takes zu benötigen. Wenn ich in einer Szene die emotionale Spannung durch sanfte Lichtveränderungen steigern will, kann mein Gaffer die Höhe minimal anpassen und so Schatten im Gesicht der Schauspieler verschieben – das schafft organische Dramatik, die das Publikum unbewusst wahrnimmt.

Produzent

Triple Riser kosten zwischen 180-400 Euro pro Stück und amortisieren sich durch gesparte Drehtage, da weniger Licht-Setups nötig sind. Pro Szene spare ich durchschnittlich 15 Minuten Setup-Zeit gegenüber zusätzlichen Stativen, was bei einem 40-Drehtag-Schedule etwa einen halben Tag ausmacht – das entspricht 8.000-12.000 Euro Ersparnis bei mittleren Produktionen.

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