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Anhänger-Generator
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Anhänger-Generator

Tow Plant
Murnau AI illustration
color temperature flow plant roll take

Fahrbarer Stromerzeuger auf Anhänger — versorgt große Sets mit elektrischer Energie, wenn keine Festanschlüsse verfügbar sind.

Technische Details

Standard-Anhänger-Generatoren verwenden luftgekühlte Deutz- oder Perkins-Dieselmotoren mit 1500 U/min, die über Synchrongeneratoren konstante 50Hz Netzfrequenz erzeugen. Typische Modelle wie der Himoinsa HYW-45 liefern 45 kVA bei 68 Liter Tankvolumen und erreichen 12 Stunden Laufzeit bei 75% Last. Schallgedämmte Varianten (Super Silent) reduzieren den Geräuschpegel auf unter 65 dB in 7m Entfernung. Automatische Spannungsregler (AVR) gewährleisten konstante 230V ±2%, während digitale Steuerungen Betriebsstunden, Kraftstoffverbrauch und Wartungsintervalle überwachen.

Geschichte & Entwicklung

Anhänger-Generatoren etablierten sich ab den 1960er Jahren parallel zur Entwicklung tragbarer HMI-Scheinwerfer in Hollywood. Frühe Modelle von Onan und Kohler erreichten 15-25 kVA und wogen über 800kg. Mit der Einführung geräuscharmer Aggregate durch Himoinsa (1986) und später GenSet wurden diese für Tonaufnahmen in Filmproduktionen praktikabel. Moderne LED-Beleuchtung reduzierte den Strombedarf erheblich, wodurch kompakte 20-45 kVA Generatoren ausreichen, wo früher 100+ kVA erforderlich waren.

Praxiseinsatz im Film

Bei "Mad Max: Fury Road" (2015) versorgten 12 Anhänger-Generatoren à 100 kVA die Wüstendrehs in Namibia, da Netzstrom nicht verfügbar war. Nachtdrehs für "Blade Runner 2049" nutzten geräuscharme 45 kVA Aggregate für HMI-Daylight-Scheinwerfer ohne Tonbeeinträchtigung. In der Serie "The Crown" ermöglichten mobile Generatoren Dreharbeiten in historischen Gebäuden ohne Stromnetz-Zugang. Standardpraxis: Generator mindestens 20m von Tonaufnahmen entfernt, Stromverteilung über Gummi-Kabelbrücken und CEE-Verteiler.

Vergleich & Alternativen

Anhänger-Generatoren unterscheiden sich von stationären Aggregaten durch integrierte Deichsel und Straßenzulassung. Container-Generatoren (ab 200 kVA) benötigen Kran-Transport, bieten jedoch höhere Leistung für Großproduktionen. Moderne Lithium-Akkupacks wie die Voltstack-Serie ersetzen kleine Generatoren bei kurzen Drehs, erreichen jedoch maximal 20 kWh Kapazität. Wasserstoff-Brennstoffzellen (Toyota Mirai-Technologie) kommen bei emissionsfreien Innenraumdrehs zum Einsatz, kosten aber das Dreifache konventioneller Diesel-Aggregate.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich plane die Generatorleistung nach meinen HMI-Scheinwerfern: 18kW HMI benötigt mindestens 25 kVA Generator wegen des Anlaufstroms. Bei Steadicam-Fahrten achte ich auf 50m Mindestabstand zum Generator, damit Vibrationen nicht durch den Boden übertragen werden. LED-Panels reduzieren meinen Strombedarf von 100 kVA auf 45 kVA, wodurch ich leisere Aggregate verwenden kann.

Regisseur

Generatoren beeinflussen meine Szenenplanung erheblich, da ich Dialogszenen mindestens 30m entfernt drehe oder das Aggregat während der Aufnahme stoppe. Bei spontanenLocationwechseln ermöglichen mobile Generatoren Flexibilität, die bei Netzstrom-Anschlüssen unmöglich wäre. Nachtszenen plane ich so, dass der Generator außerhalb der Hörweite steht, notfalls mit längeren Stromkabeln.

Produzent

45 kVA Anhänger-Generatoren kosten 180-220 Euro Tagesmiete plus 1,20 Euro pro Liter Diesel - bei 12h Dreh rechne ich mit 40 Litern Verbrauch. Transport erfordert Führerschein Klasse BE, alternativ Lieferung für 150 Euro. Lärmschutzauflagen in Wohngebieten verlangen Super-Silent-Aggregate mit 50 Euro Aufpreis täglich. Wartungskosten fallen alle 250 Betriebsstunden an.

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