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Tokina Cinema ATX
Kamera · Begriffe

Tokina Cinema ATX

Murnau AI illustration
flow para roll take tokina cinema

Cinema-Objektive von Tokina basierend auf den ATX-Fotoobjektiven — kostengünstige Alternative mit professionellen Anschlüssen.

Technische Details

Die Serie besteht aus acht Festbrennweiten: 11mm, 16mm, 25mm, 35mm, 50mm, 85mm und 100mm T1.5 sowie einem 11-20mm T2.9 Zoom. Alle Objektive besitzen einen 114mm Frontdurchmesser, 0.8 Mod Zahnkränze an Fokus und Iris, sowie eine einheitliche Länge von 130mm (außer 11-20mm: 145mm). Der minimale Fokusabstand liegt zwischen 0.25m (25mm) und 0.8m (100mm). Die Objektive wiegen zwischen 1.6kg (25mm) und 2.3kg (11mm) und decken Super35-Sensoren vollständig ab. Das optische Design basiert auf den bewährten AT-X Pro Foto-Objektiven, wurde aber mit speziellen Vergütungen und mechanischen Anpassungen für Filmproduktionen optimiert.

Geschichte & Entwicklung

Tokina führte die Cinema ATX Serie 2014 als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach bezahlbaren Cinema-Objektiven ein. Das Unternehmen nutzte dabei das optische Design ihrer erfolgreichen AT-X Pro Foto-Objektive aus den 2000er Jahren und entwickelte diese für Filmzwecke weiter. 2016 erweiterte Tokina die Serie um längere Brennweiten und 2018 um MFT-Mount-Versionen für kleinere Kameras wie die Blackmagic Pocket Cinema Camera. Die jüngste Entwicklung ist die Vista-Serie (2020), die als Premium-Nachfolger mit verbesserter Optik und T1.5-Lichtstärke bis 105mm positioniert wurde.

Praxiseinsatz im Film

Die Cinema ATX Objektive finden hauptsächlich bei Independent-Produktionen, Dokumentarfilmen und kleineren Werbeproduktionen Verwendung, da sie 70% günstiger als vergleichbare Zeiss CP.3 oder ARRI Master Prime Objektive sind. Typische Workflows umfassen den Einsatz an RED, ARRI Alexa Mini oder Blackmagic-Kameras mit Wireless Follow Focus Systemen wie dem Teradek RT. Die Objektive bieten organische Bokeh-Charakteristika und warme Farbwiedergabe, neigen jedoch bei Gegenlicht zu Flares und zeigen sichtbare Vignettierung bei offener Blende an Vollformat-Sensoren.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber High-End-Cinema-Objektiven wie ARRI Signature Primes (ab 20.000€) oder Zeiss Supreme Primes bieten die Tokina Cinema ATX (2.500-3.500€) eine kostengünstige Alternative mit 80% der optischen Leistung. Direkte Konkurrenten sind die Sigma Cine Primes, Samyang XEEN-Serie oder die Canon CN-E Objektive. Während Sigma schärfere Abbildung liefert, punktet Tokina mit einheitlicheren mechanischen Eigenschaften und geringerer Fokusatmung. Für Produktionen mit begrenztem Budget oder als B-Kamera-Set neben teureren Hauptobjektiven sind die Cinema ATX eine praktische Wahl.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze die einheitlichen mechanischen Eigenschaften der Cinema ATX – alle haben den gleichen 114mm Frontdurchmesser, sodass ich Mattebox und Filter nicht wechseln muss. Bei T1.5 liefern sie brauchbare Schärfe, auch wenn die Ränder nicht mit Master Primes mithalten. Die minimale Fokusatmung macht Fokus Pulls sauber, aber bei Backlight muss ich mit Flares aufpassen.

Regisseur

Die warme Farbcharakteristik der Tokina passt perfekt zu organischen, menschlichen Geschichten – das Bokeh wirkt nie technisch oder steril. Mit der durchgängigen T1.5 kann ich auch bei Available Light arbeiten und bekomme diese weiche, cinematische Trennung zwischen Vorder- und Hintergrund. Für Nahaufnahmen nutze ich gerne die 85mm, die Hauttöne sehr schmeichelhaft rendert.

Produzent

Ein komplettes 6er-Set Tokina Cinema ATX kostet mich 18.000€ statt 120.000€ für vergleichbare ARRI Primes – das macht kleinere Projekte erst finanzierbar. Die Objektive sind robust genug für 4-6 Wochen Dreh und der Wiederverkaufswert ist stabil bei 70%. Versicherung und Transport sind unkompliziert, da sie als Mittelklasse-Equipment gelten.

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