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Takumar 105
Kamera · Begriffe

Takumar 105

Murnau AI illustration
flow para roll take

Pentax 105mm f/2.4 Porträtobjektiv aus den 1970ern. Geschätzt für weiche Zeichnung und warme Farbwiedergabe.

Technische Details

Das Super-Multi-Coated Takumar 105mm f/2.8 besteht aus fünf Linsenelementen in vier Gruppen mit einer minimalen Fokussierungsdistanz von 1,5 Metern. Die Mehrschichtvergütung (Super-Multi-Coating) reduziert Streulicht und Reflexionen erheblich. Das Objektiv deckt einen Bildwinkel von 23° ab und erreicht bei f/5.6 bis f/8 seine optimale Schärfeleistung. Frühe Modelle verwendeten thoriumhaltige Gläser, die über Jahrzehnte eine charakteristische Gelbfärbung entwickelten. Der M42-Schraubanschluss ermöglicht die Verwendung an verschiedenen Kamerasystemen mit entsprechenden Adaptern.

Geschichte & Entwicklung

Asahi Pentax führte 1957 die erste Takumar-Serie ein, das 105mm-Teleobjektiv folgte 1958. Das Auto-Takumar 105mm f/2.8 (1962) etablierte die Brennweite als Standard für Porträts und längere Einstellungen. 1971 ersetzte das Super-Multi-Coated Takumar die vorherigen Versionen und bot bis 1975 Spitzenqualität im Teleobjektivbereich. Nach dem Übergang zu K-Bajonett 1975 stellte Pentax die M42-Produktion ein, was diese Objektive zu gesuchten Sammlerobjekten machte.

Praxiseinsatz im Film

Cinematographen der 1960er und 70er Jahre nutzten das Takumar 105 für Porträtaufnahmen und komprimierte Hintergründe, besonders bei 16mm-Produktionen. Das ausgeprägte Bokeh bei offener Blende f/2.8 erzeugt cremige Unschärfeverläufe, während die moderate Telebrennweite natürliche Gesichtsproportionen bewahrt. Stanley Kubrick verwendete ähnliche Brennweiten für intime Charakterstudien. Moderne Filmemacher setzen vintage Takumars für organische Hauttöne und subtile Kontraste ein, die digitale Aufnahmen weniger klinisch wirken lassen.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber zeitgenössischen Zeiss Planaren oder Leica Elmars bietet das Takumar 105 vergleichbare optische Qualität zu deutlich niedrigeren Kosten. Moderne Alternativen wie das Sigma 105mm f/2.8 Macro oder Canon EF 100mm f/2.8L übertreffen es technisch, erreichen aber nicht den charakteristischen "Look" der 1960er Jahre. Das ähnliche Pentax SMC 105mm f/2.8 (K-Mount) bietet praktische Vorteile durch Blendenautomatik, verliert jedoch den vintage Charme des M42-Schraubgewindes.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze das Takumar 105 für seine organische Bildwiedergabe und das butterweiche Bokeh, das moderne Objektive oft vermissen lassen. Die manuelle Fokussierung erfordert Präzision, belohnt aber mit authentischen Hauttönen und einer Mikrokontrast-Charakteristik, die besonders bei Available Light überzeugt.

Regisseur

Das Objektiv hilft mir, Figuren emotional zu isolieren und intime Momente zu schaffen, ohne die typische "Telefoto-Kompression" extremer Brennweiten. Der vintage Look transportiert Nostalgie und Zeitgefühl, während die 105mm-Brennweite diskrete Aufnahmen aus respektvoller Distanz ermöglicht.

Produzent

Takumar 105mm-Objektive kosten gebraucht 150-400 Euro und bieten hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für Produktionen mit Retro-Ästhetik. Die M42-Adapter für moderne Kameras sind kostengünstig verfügbar, allerdings entfällt die elektronische Blendensteuerung, was zusätzliche Arbeitsschritte erfordert.

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