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SDXC
Kamera · Begriffe

SDXC

Murnau AI illustration
sd card xqd sony sxs v90 cfexpress type a

SD Extended Capacity: Weiterentwicklung der SD-Karte mit bis zu 2TB Speicherkapazität für hochauflösende Videoaufzeichnung.

Technische Details

SDXC-Karten nutzen die gleichen physischen Abmessungen wie SD und SDHC (32 × 24 × 2,1 mm), unterscheiden sich jedoch durch erweiterte Kapazitäten und Geschwindigkeitsklassen. UHS-I erreicht theoretisch 104 MB/s, UHS-II mit zusätzlichen Kontakten 312 MB/s und UHS-III bis zu 624 MB/s. Video Speed Classes definieren minimale Schreibraten: V30 (30 MB/s), V60 (60 MB/s) und V90 (90 MB/s). Die Karten arbeiten mit 2,7-3,6 V Spannung und verwenden NAND-Flash-Speichertechnologie mit Wear-Leveling-Algorithmen.

Geschichte & Entwicklung

Die SD Association stellte SDXC im Januar 2009 vor, nachdem SDHC mit 32 GB an seine Grenzen stieß. SanDisk brachte 2010 die ersten 64-GB-Karten auf den Markt. 2011 folgte UHS-I, 2011 UHS-II mit doppelter Kontaktreihe und 2017 UHS-III. Lexar erreichte 2017 mit der Professional 2000x erstmals 300 MB/s Lesegeschwindigkeit. Sony und andere Hersteller etablierten ab 2012 Video Speed Classes für professionelle Videoanwendungen.

Praxiseinsatz im Film

SDXC-Karten speichern 4K-Material in Kameras wie der Canon EOS R5 (V90-Karten für 8K RAW), Sony α7S III oder Panasonic GH5. Bei 4K-Aufnahmen mit 400 Mbps benötigen Produktionen V60-Karten, für interne RAW-Aufnahmen V90-Spezifikationen. Dokumentarfilmer schätzen die Kompaktheit: Eine 512-GB-Karte fasst etwa 2,5 Stunden ProRes 422 HQ in 4K. Backup-Workflows kopieren Material parallel auf mehrere Karten oder externe Recorder wie Atomos Ninja V.

Vergleich & Alternativen

CFexpress Type B bietet höhere Geschwindigkeiten (1.700 MB/s) für Cinema-Kameras wie ARRI Alexa Mini LF, kostet jedoch das Dreifache. XQD-Karten erreichen ähnliche Raten, werden aber durch CFexpress verdrängt. SDXC bleibt Standard für spiegellose Kameras und Kompaktgeräte, während professionelle Produktionen bei hohen Datenraten auf CFexpress oder SSD-Recorder ausweichen. MicroSDXC-Varianten finden in Action-Cams und Drohnen Verwendung.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich verwende ausschließlich V90-SDXC-Karten für 4K-RAW-Aufnahmen, da langsamere Karten zu Framedrops führen. Bei Doppelkarten-Slots nutze ich eine für Recording, die zweite für Backup – das spart mir nächtliche Kopierzeiten. Die Hitzeentwicklung bei intensiven Aufnahmen zwingt mich, hochwertige Marken zu wählen und Ersatzkarten griffbereit zu halten.

Regisseur

SDXC-Karten ermöglichen mir spontane, lange Takes ohne Unterbrechung – 512 GB fassen problemlos einen kompletten Drehtag. Die schnelle Datenübertragung beschleunigt meinen Review-Prozess zwischen den Takes erheblich. Bei Dokumentationen schätze ich die Zuverlässigkeit: Verlorene Aufnahmen durch Kartendefekte sind für mich ein Albtraum, daher investiere ich in bewährte Marken.

Produzent

SDXC-Karten kosten 40% weniger als CFexpress bei ausreichender Performance für 90% unserer Produktionen. Ich kalkuliere 3-4 Karten pro Kamera und Tag, plus 20% Reserve für Ausfälle. Die universelle Kompatibilität spart Investitionen in verschiedene Kartentypen. Bei internationalen Drehs sind SDXC-Karten weltweit verfügbar, was Notfall-Beschaffung vereinfacht.

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