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Rosco LitePad
Licht · Equipment

Rosco LitePad

Murnau AI illustration
color temperature flow roll rosco take

Flaches LED-Panel von Rosco mit gleichmäßiger Lichtverteilung — batteriebetrieben für mobile Ausleuchtung und Akzentlicht.

Technische Details

Das LitePad Vector erreicht eine Lichtausbeute von 2800 Lux bei einem Meter Entfernung und verfügt über einen Abstrahlwinkel von 110°. Der integrierte Lithium-Ionen-Akku (14,8V/99Wh) ermöglicht bei voller Leistung eine Betriebsdauer von 90 Minuten, bei 50% Helligkeit bis zu 3 Stunden. Die Leuchte bietet stufenlose Dimmung von 0-100% über DMX512 oder lokale Bedienelemente. Drei Hauptvarianten sind verfügbar: das HO (High Output) mit 6000 Lux, das Standard-Modell und das Vector mit RGB+W-LEDs für Farbmischung. Alle Modelle besitzen einen CRI-Wert von mindestens 95.

Geschichte & Entwicklung

Rosco entwickelte 2013 das erste LitePad als Antwort auf den Bedarf nach mobilen, flachen Lichtquellen für enge Drehsituationen. Die Inspiration kam aus der wachsenden LED-Technologie und dem Wunsch nach akkubetriebenen Lösten ohne Kabelverbindungen. 2015 folgte das LitePad HO mit doppelter Lichtleistung, 2017 das Vector-Modell mit RGBW-Funktionalität. Die aktuelle Generation von 2019 integriert verbesserte Akkutechnologie und erweiterte DMX-Funktionen.

Praxiseinsatz im Film

Bei Interviewsituationen dient das LitePad als Key Light oder Fill Light, montiert auf Kamera-Schienen oder Stativen. In der Serie "The Crown" (2019) verwendeten die Beleuchter LitePads für subtile Gesichtsaufhellung in Fahrzeugszenen, wo herkömmliche Scheinwerfer zu sperrig gewesen wären. Das geringe Gewicht ermöglicht handgehaltene Führung bei Steadicam-Aufnahmen. Nachteile zeigen sich bei größeren Motiven, da die Lichtleistung für Totalen unzureichend ist. Die Akkulaufzeit erfordert bei längeren Szenen Ersatzgeräte oder externe Stromversorgung.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber klassischen Fresnel-Scheinwerfern bietet das LitePad Mobilität und gleichmäßige Ausleuchtung, jedoch weniger Lichtleistung und keine Spotfunktion. Die Aputure MC (Mini-Format) eignet sich für noch kompaktere Anwendungen, während die Arri SkyPanel S30-C mehr Leistung bei größeren Abmessungen liefert. Moderne Alternativen wie das Quasar Science Q-LED (2020) bieten röhrenförmige Bauweise für lineare Lichteffekte. Das LitePad bleibt die Wahl für Situationen, die flache Bauform, Akkubetrieb und mittlere Lichtleistung erfordern.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich nutze das LitePad für Aufhellungen in engen Räumen, wo größere Panels nicht hinpassen – besonders bei Kamerafahrten durch Türrahmen oder in Fahrzeugen. Die gleichmäßige Lichtverteilung eliminiert harte Schatten, ohne die Farbtemperatur des vorhandenen Lichts zu verfälschen. Bei kritischen Hautton-Aufnahmen verlasse ich mich auf den CRI 95-Wert, auch wenn die maximale Reichweite bei drei Metern endet.

Regisseur

Ich setze LitePads für intime Dialogszenen ein, wo hartes Studiolicht die Schauspielleistung beeinträchtigen würde – die Akteure können sich natürlicher bewegen, ohne geblendet zu werden. Bei Nachtszenen verwende ich sie als motiviertes Licht von Handys oder Tablets, wobei die flache Bauform perfekt zur Lichtquelle passt. Die Mobilität ermöglicht spontane Lichtsetzung während Improvisation-Sessions.

Produzent

Ein LitePad für 800€ reduziert meine Grip-Kosten erheblich, da es ohne zusätzliches Stativ-Equipment auskommt und von einem Kameraassistenten bedient werden kann. Die Akkulaufzeit von 90 Minuten deckt Standard-Szenenblöcke ab, bei Interviews plane ich ein zweites Gerät als Backup ein. Der Wegfall von Stromkabeln beschleunigt Location-Wechsel um durchschnittlich 15 Minuten pro Setup.

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