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RED Raven
Kamera · Kameras

RED Raven

Murnau AI illustration
flow para roll take

REDs Einsteigermodell mit Dragon-Sensor für 4,5K-Aufnahmen. Kompakte, leichte Bauweise für kleinere Produktionen und Independent-Filme.

Technische Details

Das Kameragehäuse (Brain) wiegt 1,36 kg und misst 152 x 89 x 89 mm. Der CMOS-Sensor liefert eine maximale ISO-Empfindlichkeit von 3200 und einen Dynamikumfang von 16,5+ Blendenstufen. Die Raven zeichnet in verschiedenen Formaten auf: 4.5K (4520 x 2540), 4K UHD (3840 x 2160), 2K (2048 x 1152) und HD (1920 x 1080). Als Speichermedium dienen RED MINI-MAGs mit Kapazitäten zwischen 120GB und 480GB. Die Kamera verfügt über einen Canon EF-Mount, 3G-SDI-Ausgang, HDMI-Out und benötigt eine 12V-Stromversorgung bei einem Verbrauch von etwa 65 Watt.

Geschichte & Entwicklung

RED Digital Cinema stellte die Raven im März 2016 vor und brachte sie im September desselben Jahres für 5.950 US-Dollar auf den Markt. Sie war die erste RED-Kamera unter 6.000 Dollar und sollte Independent-Filmemacher sowie Fotografen ansprechen, die in den Videobereich expandieren wollten. 2018 wurde die Produktion zugunsten der RED Komodo eingestellt, die das Konzept einer kompakten, erschwinglichen RED-Kamera weiterführte.

Praxiseinsatz im Film

Die Raven etablierte sich in der Independent-Film-Szene, bei Musikvideos und kommerziellen Produktionen mit kleineren Budgets. Regisseur Steven Soderbergh setzte die Kamera für Testaufnahmen zu "Logan Lucky" (2017) ein. Die kompakte Bauform ermöglichte Gimbal-Einsätze mit dem DJI Ronin und ähnlichen Stabilisierungssystemen. Der REDCODE RAW-Workflow erforderte jedoch leistungsstarke Computer für die Postproduktion und genügend Speicherplatz, da eine Minute 4.5K-Material etwa 7-10 GB beansprucht.

Vergleich & Alternativen

Im Vergleich zur größeren RED Weapon bot die Raven weniger Auflösung (4.5K statt 6K) und langsamere Framerates, behielt aber die charakteristische RED-Farbwissenschaft bei. Konkurrenten wie die Sony FS7 oder Blackmagic URSA Mini boten ähnliche Features zu vergleichbaren Preisen, jedoch ohne das RED-Ökosystem. Die Nachfolgerin RED Komodo (2020) bietet 6K-Auflösung in noch kompakterer Bauform und hat die Raven als Einstiegsmodell abgelöst.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Die Raven gab mir erstmals Zugang zur RED-Farbwissenschaft ohne das Budget einer Weapon zu sprengen – die 16,5 Blenden Dynamikumfang und das RAW-Format boten mir deutlich mehr Flexibilität im Grading als komprimierte Codecs. Das kompakte Format war perfekt für Gimbal-Arbeiten, aber die 4.5K-Auflösung war bereits 2016 grenzwertig für hochwertige Produktionen.

Regisseur

Mit der Raven konnte ich endlich mit dem RED-Look experimentieren, ohne ein Vermögen auszugeben – die Hauttöne und Farbübergänge waren deutlich organischer als bei DSLR-Kameras in derselben Preisklasse. Die hohen Framerates bis 120fps gaben mir kreative Freiheit für Zeitlupen-Sequenzen, die vorher nur mit teurerer Ausrüstung möglich waren.

Produzent

Die Raven war ein Gamechanger für Independent-Produktionen – 6.000 Dollar für eine echte Cinema-Kamera statt 50.000 Dollar machte RED-Quality auch für kleinere Budgets zugänglich. Allerdings kamen versteckte Kosten durch teure Mini-Mags, zusätzliche Akkus und die Notwendigkeit leistungsstarker Editing-Hardware dazu, was das Budget schnell verdoppelte.

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