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Stromverteilung
Licht · Begriffe

Stromverteilung

Power Distribution
Murnau AI illustration
color temperature distribution flow roll take

Stromverteilersystem mit mehreren CEE- und Schuko-Ausgängen — verteilt Starkstrom vom Generator auf einzelne Verbraucher.

Technische Details

Hauptverteiler arbeiten mit Drehstrom 400V/230V und verfügen über FI-Schutzschalter mit 30mA Auslösestrom sowie Leitungsschutzschalter von 16A bis 125A. Unterverteiler (Spider-Boxen) splitten meist 63A CEE-Eingänge auf 6x 16A Schuko-Ausgänge. Moderne Systeme integrieren digitale Lastmessung und können per App überwacht werden. Kabelquerschnitte reichen von 2,5mm² (16A) bis 35mm² (125A), wobei Spannungsabfall unter 3% gehalten wird.

Geschichte & Entwicklung

Professionelle Stromverteilung entwickelte sich ab den 1920ern mit den ersten Filmstudios. 1960 führte die IEC internationale Standards für CEE-Steckverbinder ein. In den 1980ern etablierten sich modulare Verteilersysteme mit austauschbaren Komponenten. Seit 2000 ermöglichen digitale Load-Management-Systeme präzise Lastverteilung und Fernüberwachung. LED-Technologie reduziert seit 2010 den Gesamtstrombedarf um bis zu 70%.

Praxiseinsatz im Film

Bei "Blade Runner 2049" (2017) nutzte DoP Roger Deakins modulare 200A-Verteiler für die LED-Wall-Installationen. Außendrehs erfordern mobile Aggregate mit 100-500 kVA Leistung, während Studioproduktionen auf Hausanschlüsse bis 1000A zurückgreifen. Typical Setup: 125A Hauptverteiler speist 4x 32A Unterverteiler für je 8-12 Tungsten-Fresnel-Leuchten. Notabschaltungen (Emergency Stops) sind alle 30 Meter vorgeschrieben.

Vergleich & Alternativen

Permanente Studioinstallationen verwenden fest verdrahtete Patchfelder mit DMX-Integration, mobile Sets setzen auf flexible Kabel- und Verteilersysteme. Batterie-betriebene LED-Panels eliminieren Kabelverlegung für kleine Setups. Hybride Lösungen kombinieren Netzstrom mit Pufferbatterien für unterbrechungsfreie Versorgung. Wireless Power-Systeme befinden sich in der Entwicklung, erreichen aber nur wenige Kilowatt Leistung.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich plane Stromverteilung bereits beim Location-Scouting mit - 32A-Anschlüsse alle 20 Meter ergeben mir maximale Flexibilität für spontane Lichtveränderungen. Digitale Load-Monitoring hilft mir, die verfügbare Leistung optimal zwischen Key Light, Fill und Background zu verteilen, ohne dass Sicherungen fliegen.

Regisseur

Durchdachte Stromverteilung gibt mir die Freiheit, auch bei spontanen Stimmungsänderungen sofort das passende Licht zu bekommen - wenn die Technik stimmt, kann ich mich voll auf die schauspielerische Leistung konzentrieren. Ausfälle durch Überlastung oder defekte Verteilung kosten mich wertvolle Drehzeit und reißen die Schauspieler aus ihrer Konzentration.

Produzent

Professionelle Stromverteilung kostet 2000-5000€ pro Drehtag, spart aber durch Effizienz und Ausfallsicherheit ein Vielfaches an Produktionskosten. Ich kalkuliere 15% der Lichtmiete für Verteilertechnik und plane bei Außendrehs zusätzlich 800-1500€ täglich für Stromaggregate - dafür habe ich keine bösen Überraschungen bei der Stromrechnung.

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