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Nook Light
Licht · Begriffe

Nook Light

Murnau AI illustration
color temperature flow roll take

Kompakte LED-Leuchte von Hive Lighting, batteriebetrieben. Ideal als Akzentlicht oder für schwer zugängliche Stellen.

Technische Details

Moderne Nook Lights arbeiten mit hochwertigen LED-Chips und erreichen eine Lichtausbeute von 80-120 Lumen pro Watt. Die Stromversorgung erfolgt über Sony NP-F-Akkus oder integrierte Lithium-Ionen-Batterien mit 2-8 Stunden Laufzeit bei voller Leistung. Die Lichtverteilung erfolgt über einen Abstrahlwinkel von 60-120 Grad, je nach Modell mit oder ohne Diffusor. Hochwertige Varianten bieten DMX-Steuerung, Green/Magenta-Korrektur (±30 Punkte) und stufenlose Dimmung von 0-100%. Wasserdichte Ausführungen erreichen IP65-Klassifizierung für Außendrehs.

Geschichte & Entwicklung

Die ersten Nook Lights entstanden 2014 als Weiterentwicklung der klassischen Dedolight-Systeme durch Firmen wie Quasar Science und Astera. Der Durchbruch kam 2016 mit der Einführung von RGBW-Varianten, die erstmals Vollfarb-Spektren in kompakter Bauform ermöglichten. 2019 revolutionierte Aputure mit der MC-Serie den Markt durch integrierte Smartphone-Steuerung und Pixel-Mapping-Funktionen. Aktuelle Entwicklungen fokussieren auf noch kompaktere Bauformen und erweiterte Wireless-Funktionalitäten.

Praxiseinsatz im Film

Nook Lights dienen primär als Akzentbeleuchtung in Fahrzeuginnenräumen, Schränken oder hinter Requisiten. In "Blade Runner 2049" (2017) nutzte Roger Deakins solche Leuchten für die subtile Beleuchtung von Armaturenbrettern. Typische Workflows umfassen das Verstecken hinter Monitoren für Screen-Glow-Effekte oder die Platzierung in Regalen für indirektes Fill-Light. Die geringe Wärmeentwicklung ermöglicht den direkten Kontakt zu empfindlichen Materialien. Nachteile sind die begrenzte Lichtleistung und Akkulaufzeit bei mehrstündigen Takes.

Vergleich & Alternativen

Nook Lights unterscheiden sich von traditionellen Handscheinwerfern durch ihre kompakte Bauform und von LED-Panels durch die punktuelle Lichtcharakteristik. Tubes bieten lineare Lichtverteilung, während Nook Lights gezieltes Spotlicht erzeugen. Für größere Flächen bleiben klassische Kino Flo-Systeme überlegen. Modern Alternativen wie die Aputure MC oder Astera AX1 erweitern das Spektrum um App-Steuerung und erweiterte Farbfunktionen. Bei Budget-Produktionen ersetzen sie oft teure Dedolights für einfache Akzentbeleuchtung.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich setze Nook Lights gezielt für praktische Lichtquellen ein, die im Bild sichtbar sein dürfen – etwa als Monitor-Backlight oder in Vitrinen. Die präzise Farbtemperatur-Kontrolle ermöglicht mir perfekte Matches zu bestehenden Lichtquellen, und die kompakte Bauform erlaubt Positionierungen, die mit normalen Scheinwerfern unmöglich wären. Bei Makroaufnahmen oder extremen Close-ups kann ich sie direkt neben der Linse platzieren, ohne ins Bild zu geraten.

Regisseur

Diese winzigen Lichtquellen geben mir narrative Flexibilität bei der Gestaltung von Atmosphäre in intimen Szenen. Ich kann subtile Farbwechsel programmieren, die emotionale Wendepunkte unterstreichen, oder sie als diegetische Lichtquellen in futuristischen Settings verwenden. Besonders in Thriller-Szenen nutze ich sie für unheimliche Unterleuchtung aus Schubladen oder Schränken, die klassische Scheinwerfer nie erreichen würden.

Produzent

Mit Anschaffungskosten von 200-800 Euro pro Unit sind Nook Lights kostengünstige Ergänzungen zum Licht-Equipment, die teure Rigging-Zeit sparen. Ein Drehtag wird effizienter, weil keine Kabel verlegt werden müssen und der Aufbau in Sekunden erfolgt. Bei Guerilla-Drehs oder Location-Scouts ohne Stromanschluss bieten sie unschätzbare Flexibilität, und das geringe Gewicht reduziert Transportkosten erheblich.

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