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Joker Bug
Licht · Equipment

Joker Bug

Murnau AI illustration
color temperature flow joker roll take

Kompakte HMI-Leuchte von K5600 mit eingebautem Ballast für mobile Drehs und enge Räume.

Technische Details

Die Joker Bug 400W erzeugt bei einer Farbtemperatur von 5600K eine Lichtausbeute von 8.500 Lux auf 3 Meter Entfernung mit dem Standard-Reflektor. Der Leuchtenkopf wiegt lediglich 1,2 kg, während das separate elektronische Vorschaltgerät 6,8 kg auf die Waage bringt. Das Kühlsystem arbeitet mit einem integrierten 12V-Lüfter, der bei 2.400 U/min einen Geräuschpegel von 35 dB erzeugt. Der Leuchtenkopf verfügt über einen Bowens-S-Bajonettanschluss für Lichtformer und kann mit einem elektronischen Dimmer von 50% bis 100% gedimmt werden.

Geschichte & Entwicklung

K5600 Lighting entwickelte den ersten Joker Bug 1995 in Frankreich als Antwort auf die Nachfrage nach mobilen HMI-Leuchten für Außendrehs. Das revolutionäre Design trennte erstmals das schwere Vorschaltgerät vom Leuchtenkopf, was neue Mounting-Möglichkeiten eröffnete. 2003 folgte die Bug-Lite-Serie für 12V-Akkubetrieb, 2008 die wasserdichte Underwater-Variante für Tauchaufnahmen bis 50 Meter Tiefe.

Praxiseinsatz im Film

Emmanuel Lubezki nutzte Joker Bugs extensiv für "The Revenant" (2015), um in der kanadischen Wildnis natürliches Tageslicht zu simulieren und zu verstärken. Die kompakten Einheiten ließen sich problemlos an Baumästen oder Rigging-Points montieren, wo herkömmliche HMI-Scheinwerfer zu schwer gewesen wären. In "Mad Max: Fury Road" (2015) setzte John Seale die 800W-Variante als Backlight für Fahrzeugaufnahmen ein, wobei die Leuchten direkt am Car-Rig befestigt wurden.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber herkömmlichen 575W HMI-Scheinwerfern bietet der Joker Bug 400W bei 30% weniger Stromverbrauch nahezu identische Lichtausbeute. LED-Alternativen wie der ARRI SkyPanel S30-C erreichen ähnliche Lux-Werte, erlauben jedoch Farbtemperatur-Anpassungen von 2800K bis 10.000K ohne Konversionsfilter. Moderne Akkusysteme wie der V-Mount-kompatible Joker Bug 400W ermöglichen bis zu 45 Minuten Dauerbetrieb mit einem 290Wh-Akku.

Aktuelles

In der Praxis zeigt sich die Vielseitigkeit der Joker Bug besonders bei volumetrischen Lichteffekten: Mit Hazer lassen sich durch Fenster gerichtete Lichtstrahlen sichtbar machen und atmosphärische Tiefe erzeugen. Die kompakte Bauform ermöglicht präzise Positionierung auch bei beengten Platzverhältnissen außerhalb von Gebäuden.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich setze den Joker Bug hauptsächlich als Aufhell- oder Backlight ein, wenn ich mit schwerem Equipment nicht an die gewünschte Position komme. Das 7,5m-Kabel gibt mir genug Spielraum, um den Leuchtenkopf hoch zu rigging, während das Ballast sicher am Boden steht. Bei Handheld-Sequenzen kann mein Gaffer die 800W-Variante problemlos mit einem Teleskoparm führen.

Regisseur

Der Joker Bug erlaubt mir, natürliches Tageslicht auch bei schwierigen Lichtverhältnissen zu imitieren und Gesichter freizustellen, ohne dass die Crew sichtbare Lichtquellen aufbauen muss. Bei Verfolgungsszenen oder improvisierten Dialogen kann ich spontan Akzente setzen, da die Leuchte binnen Minuten einsatzbereit ist. Die konstante 5600K-Farbtemperatur garantiert mir nahtlose Schnittfolgen.

Produzent

Ein Joker-Bug-Set kostet etwa 3.500€, verbraucht aber 40% weniger Strom als vergleichbare HMI-Systeme und reduziert damit Generatorkosten an Remote-Locations. Die kompakte Bauform spart Transportvolumen und ermöglicht kleinere Crew-Größen, da ein Beleuchter mehrere Units gleichzeitig bedienen kann. Defekte am Leuchtenkopf sind seltener kostengünstig zu reparieren als Schäden am teuren Ballast.

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