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Hawk V-Serie
Kamera · Begriffe

Hawk V-Serie

Hawk V-Series
Murnau AI illustration
flow hawk para roll take

Hawk V-Serie: Premium-Anamorphlinsen von Vantage Film mit horizontalen Lens Flares und 2.39:1 Bildformat für Kinooptik.

Technische Details

Brennweiten

253240506585105135
T2.2T2.2T2.2T2.2T2.2T2.2T2.2T2.2
0,60m0,65m0,70m0,75m0,85m1,00m1,10m1,20m
3,8kg3,9kg4,0kg4,1kg4,2kg4,3kg4,4kg4,6kg
114114114114114114114114
72°60°50°40°32°24°19°15°
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PL · 114mm Front · 1.3x Squeeze · 300° Fokus · S35/FF

Die V-Serie umfasst acht Brennweiten: 25mm, 32mm, 40mm, 50mm, 65mm, 85mm, 105mm und 135mm, alle mit T2.2 Lichtstärke. Die Objektive nutzen einen einheitlichen 114mm Frontdurchmesser und wiegen zwischen 3,8 kg (25mm) und 4,6 kg (135mm). Das optische Design basiert auf 15-18 Linsenelementen mit spezieller Vergütung, die Reflexe und Verzerrungen minimiert. Der Fokusweg beträgt konstant 300°, die Naheinstellgrenze liegt zwischen 0,6m (25mm) und 1,2m (135mm). Alle Objektive verfügen über PL-Mount mit elektronischen Kontakten für Metadatenübertragung.

Geschichte & Entwicklung

Vantage Film entwickelte die erste Hawk-Serie 2013 als Alternative zu vintage anamorphotischen Objektiven wie den Panavision C- und E-Series. Die V-Serie entstand aus der Kritik an der ursprünglichen Hawk-Generation, deren starke optische Charakteristika nicht für jeden Einsatz geeignet waren. Chefdesigner Stefan Fangmeier konzipierte 2017-2019 ein weniger aufdringliches Design mit reduziertem Bokeh-Swirl und kontrollierteren Lens-Flares. Die erste Serienproduktion startete im Herbst 2019 in Wien.

Praxiseinsatz im Film

Netflix setzte die Hawk V-Serie erstmals 2020 bei "The Queen's Gambit" ein, wo die gleichmäßige Schärfeverteilung die Schachbrett-Szenen unterstützte. "Dune" (2021) nutzte hauptsächlich die 40mm und 65mm Brennweiten für Wüstenaufnahmen, da die reduzierte chromatische Aberration bei Gegenlicht-Situationen Vorteile bot. Die Serie eignet sich besonders für digitale Kameras wie ARRI Alexa LF oder RED Monstro, da die Vergütung speziell für moderne Sensoren optimiert wurde. Der einheitliche Look zwischen den Brennweiten reduziert Farbkorrekturen in der Postproduktion erheblich.

Vergleich & Alternativen

Im Gegensatz zu ARRI Master Anamorphics (2x Squeeze) erzeugt die V-Serie weniger extreme Bokeh-Effekte und eignet sich für naturalistischere Bildsprachen. Panavision Ultra Vista Objektive bieten ähnliche Abbildungsqualität, sind jedoch ausschließlich über Panavision-Verleih verfügbar. Die Atlas Orion-Serie konkurriert direkt, unterscheidet sich aber durch wärmere Farbwiedergabe und stärkere Lens-Flares. Für Budgetproduktionen bieten Sirui Saturn-Objektive ähnliche Brennweiten, jedoch mit geringerer optischer Präzision und 1,8x Squeeze-Faktor.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Die Hawk V-Serie gibt mir endlich anamorphe Optik ohne die extremen Verzerrungen der Original-Hawks - perfekt für cleane, moderne Bildsprachen wo ich trotzdem das 2,39:1 Format brauche. Der einheitliche 114mm Frontdurchmesser macht Mattebox-Wechsel überflüssig und die konstanten T2,2 ersparen mir ständige Belichtungsanpassungen beim Brennweitenwechsel.

Regisseur

Diese Objektive erlauben mir subtile anamorphe Ästhetik ohne dass die Linsen selbst zum Star werden - ideal für Character-driven Stories wo die Technik im Hintergrund bleiben soll. Das reduzierte Bokeh-Swirl lenkt nicht von Gesichtsausdrücken ab, während die Lens-Flares nur bei Bedarf auftreten und nicht jede Lichtquelle zum Feuerwerk machen.

Produzent

Mit 8.000-12.000 Euro Tagesmiete pro Objektiv liegt die V-Serie 30% unter Panavision-Tarifen und ist über mehrere Verleiher verfügbar, was Verhandlungsspielraum schafft. Der robuste Aufbau reduziert Ausfallrisiken und die Kompatibilität mit Standard-PL-Kameras vermeidet teure Spezial-Rigs wie bei manchen Vintage-Anamorphics.

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