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GL Optics
Kamera · Begriffe

GL Optics

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GL Optics: Deutsche Objektivmanufaktur, spezialisiert auf Rehousing historischer Brennweiten und Custom-Objektive für Kinoproduktionen.

Technische Details

Die GL Optics Vario-Objektive decken Brennweitenbereiche von 15-40mm, 28-85mm und 85-300mm bei durchgängiger T2.8-Blende ab. Die hauseigenen Prime-Objektive reichen von 12mm bis 200mm mit maximalen Öffnungen zwischen T1.4 und T2.8. Alle Cine-Objektive verfügen über standardisierte 0.8-Modul-Zahnkränze für Follow Focus-Systeme, einheitliche 95mm-Frontdurchmesser und PL-Mount-Anschlüsse. Die Fokus- und Zoom-Ringe bieten 270° bzw. 180° Rotationswinkel. GL Optics verwendet ausschließlich mechanische Iris-Systeme mit 9-15 Blendenlamellen für gleichmäßige Bokeh-Charakteristik.

Geschichte & Entwicklung

Gegründet 2008 von Gerd Löbl, begann GL Optics zunächst mit der Reparatur und Wartung von Broadcast-Objektiven. 2012 erfolgte die erste Eigenentwicklung mit der Vario-Serie, gefolgt 2015 von den ersten Prime-Objektiven. 2018 erweiterte das Unternehmen sein Portfolio um Large Format-Objektive für Alexa LF und RED Monstro. Die Zusammenarbeit mit renommierten DoPs führte 2020 zur Entwicklung der "Signature Prime"-Serie mit charakteristischen optischen Eigenschaften. Heute beschäftigt GL Optics 35 Mitarbeiter und beliefert über 60 Länder weltweit.

Praxiseinsatz im Film

GL Optics-Objektive kamen bei deutschen Produktionen wie "Parfum" (2018), "Hagen" (2020) und internationalen Projekten wie "The Crown" (Staffel 4) zum Einsatz. Die Vario-Objektive eignen sich besonders für Dokumentarfilme und Run-and-Gun-Situationen, während die Primes bei narrativen Projekten mit kontrollierten Lichtbedingungen bevorzugt werden. Typischer Workflow umfasst die Vorab-Kalibrierung aller Objektive einer Serie auf identische Farbwiedergabe und Schärfeverhalten. Die kompakte Bauweise ermöglicht den Einsatz an Gimbals und Steadicams.

Vergleich & Alternativen

Im Gegensatz zu etablierten Herstellern wie Zeiss, ARRI oder Cooke positioniert sich GL Optics im mittleren Preissegment mit deutscher Fertigungsqualität. Während Cooke für warme, organische Bildcharakteristik steht, liefern GL Optics-Objektive neutralere, technisch präzise Abbildung. Gegenüber günstigen chinesischen Herstellern bietet GL Optics lokalen Service und kürzere Reparaturzeiten. Die Objektive konkurrieren direkt mit Sigma Cine, DZOFilm und Canon Cinema-Serien, bieten jedoch individuellere Anpassungsmöglichkeiten und kleinere Produktionschargen für spezielle Anforderungen.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze an GL Optics die konsistente Farbwiedergabe innerhalb einer Objektivserie und die präzise mechanische Verarbeitung der Focus-Ringe. Die T2.8-Durchgangsblende bei den Zooms gibt mir Planungssicherheit, auch wenn ich mir gelegentlich mehr Lichtstärke wünsche. Der lokale Service ist unschlagbar – binnen 48 Stunden habe ich reparierte Objektive zurück.

Regisseur

Die neutralen optischen Eigenschaften der GL Optics-Objektive geben mir maximale Kontrolle über den finalen Look in der Postproduktion. Ich kann sowohl sterile, klinische Atmosphäre als auch warme, emotionale Stimmungen realisieren, ohne gegen die Objektivcharakteristik zu arbeiten. Für Projekte mit schnellen Brennweitenwechseln sind die Vario-Objektive unverzichtbar.

Produzent

Mit einem Tagessatz von 80-120 Euro pro Objektiv liegen GL Optics-Optiken preislich zwischen Consumer-Adaptionen und High-End-Marken. Die deutschen Fertigungsstandards reduzieren Ausfallrisiken während der Drehzeit erheblich. Der direkte Kontakt zum Hersteller ermöglicht kurzfristige Verfügbarkeit und flexible Mietkonditionen für längere Produktionen.

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