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Full Apple Box
Grip · Equipment

Full Apple Box

Murnau AI illustration
apple box color temperature flow full apple roll take

Holzbox 20x30x20 cm als universelle Höhenverstellung. Standardmaß für Stative, Schauspieler und Equipment-Positionierung.

Technische Details

Die Full Apple Box besteht aus 19 mm starkem Kiefern- oder Birkensperrholz mit verstärkten Eckenverbindungen durch Holzdübel oder Schrauben. Die Standardversion wiegt 4,5 kg und verfügt über integrierte Grifflöcher an den Längsseiten für einfachen Transport. Moderne Varianten besitzen rutschfeste Gummifüße und eine matte Oberflächenbehandlung zur Vermeidung von Lichtreflexionen. Spezialversionen mit Schaumstoffpolsterung oder wetterfester Beschichtung für Außendrehs ergänzen das Standardsortiment.

Geschichte & Entwicklung

1923 führte das Studio-System in Hollywood erstmals genormte Apfelkisten als Standardequipment ein, nachdem Requisiteure zuvor improvisierte Kisten unterschiedlicher Größen verwendeten. Columbia Pictures etablierte 1935 die bis heute gültigen Standardmaße, die sich an den damaligen kalifornischen Apple-Growers-Association-Kisten orientierten. In den 1960er Jahren entwickelte die Firma Matthews Studio Equipment die erste professionelle Apple-Box-Serie aus Sperrholz, die 1975 um das modulare 4er-System (Full, Half, Quarter, Pancake) erweitert wurde.

Praxiseinsatz im Film

Full Apple Boxes gleichen Größenunterschiede zwischen Schauspielern aus – so stand Tom Cruise in "Mission: Impossible"-Filmen regelmäßig auf Apple Boxes, um in Dialogszenen mit größeren Partnern auf Augenhöhe zu agieren. Als Kamera-Unterbau ermöglichen sie präzise Höhenverstellungen von 20,3 cm ohne aufwendige Stativmanipulationen. Beleuchter nutzen sie zur Fixierung von Sandsäcken oder als erhöhte Stellfläche für Lichtsteuergeräte. Bei Außendrehs dienen gestapelte Full Apple Boxes als provisorische Kamera-Plattformen oder Absicherung gegen Wind.

Vergleich & Alternativen

Die Half Apple Box (20,3 cm Höhe) bietet identische Grundfläche bei halber Höhe, während Quarter (5,1 cm) und Pancake (2,5 cm) feinere Abstufungen ermöglichen. Moderne Alternativen wie pneumatische Lifter oder Teleskop-Plattformen ersetzen Apple Boxes nur bei spezifischen Anwendungen, da deren Flexibilität und geräuschlose Handhabung unübertroffen bleibt. Für schweres Equipment kommen verstärkte Variants mit Metallwinkeln zum Einsatz, die bis zu 227 kg tragen.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich verwende Full Apple Boxes täglich zur präzisen Kamerapositionierung, besonders bei Low-Angle-Shots oder wenn das Stativ an seine Höhengrenzen stößt. Beim Einsatz von Dollys oder Slidern schaffe ich damit exakte Referenzhöhen und kann Equipment millimetergenau ausrichten. Die matte Oberfläche reflektiert nie ins Objektiv – ein entscheidender Vorteil gegenüber Metallalternativen.

Regisseur

Apple Boxes lösen für mich dramaturgische Probleme unsichtbar: Wenn zwei Schauspieler unterschiedlicher Größe in einer intimen Szene interagieren sollen, schaffe ich mit strategisch platzierten Boxen die gewünschte Bildkomposition ohne Kompromisse bei der Kameraführung. Sie ermöglichen mir Augenhöhen-Dialoge auch bei extremen Größenunterschieden und halten dabei das natürliche Spiel der Darsteller aufrecht.

Produzent

Ein Standard-Set aus vier Full Apple Boxes kostet 280 Euro, amortisiert sich aber bereits nach drei Drehtagen durch eingesparte Arbeitszeit beim Lighting und Setup. Sie ersetzen teure Spezialequipment-Mieten und reduzieren Umbaupausen erheblich – statt 20 Minuten Stativ-Justage genügen zwei Minuten zum Untersetzen einer Box. Das kompakte Format spart Transportkosten und Lagerplatz im Equipment-Truck.

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