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Dracast LED500
Licht · Begriffe

Dracast LED500

Murnau AI illustration
color temperature dracast flow roll take

Dracast LED500: Bi-color LED-Panel mit 500 LEDs — variable Farbtemperatur von 3200K bis 5600K, CRI über 95.

Technische Details

Die LED500 misst 480 × 280 × 65 mm bei einem Gewicht von 3,2 kg und verfügt über 1008 einzelne SMD-LEDs (504 Daylight 5600K, 504 Tungsten 3200K). Die Farbwiedergabe erreicht einen CRI-Wert von >95 und einen TLCI-Wert von >98. Das Gerät arbeitet mit einer Eingangsspannung von 100-240V AC oder 14,4V DC und bietet V-Mount- und Gold-Mount-Batterieaufnahmen. Die Lichtsteuerung erfolgt über DMX512, drahtlose 2,4GHz-Fernbedienung oder manuelle Bedienelemente am Gerät. Ein integriertes LCD-Display zeigt Intensität, Farbtemperatur und Betriebsstunden an.

Geschichte & Entwicklung

Dracast führte die LED500-Serie 2016 als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach leistungsstarken, portablen LED-Leuchten ein. Das kalifornische Unternehmen entwickelte das Gerät speziell für den Übergang von Halogen- zu LED-Technologie in kleineren Produktionen. 2018 folgte die LED500 Pro-Version mit verbesserter Kühlung und erweiterten Steuerungsoptionen. 2020 ergänzte Dracast die Serie um die LED500 Silq mit optimierter Farbmischung und reduzierten Abmessungen.

Praxiseinsatz im Film

Die LED500 eignet sich als Führungslicht (Key Light) für Interview-Setups und kleinere Studioproduktionen. In der Netflix-Serie "The Crown" (Staffel 4, 2020) verwendete DoP Adriano Goldman LED500-Einheiten für die Ausleuchtung von Innenräumen in Schloss Windsor-Nachbauten. Das geringe Gewicht ermöglicht den Einsatz an Galgen und C-Stands ohne zusätzliche Gegengewichte. Die variable Farbtemperatur erlaubt schnelle Anpassungen zwischen Tageslicht- und Kunstlicht-Szenen ohne Folien-Wechsel. Kritikpunkte umfassen die begrenzte Lichtleistung für größere Sets und mögliche Farbverschiebungen bei extremer Dimmung unter 10%.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber der Arri SkyPanel S30-C bietet die LED500 eine günstigere Alternative bei vergleichbarer Lichtleistung, verzichtet aber auf erweiterte Farbmischung und Effektprogramme. Die Aputure LS 300d II erreicht ähnliche Helligkeit, beschränkt sich jedoch auf Tageslicht-Balance. Als direkte Konkurrenten gelten die Litepanels Gemini 2×1 und die Quasar Science Q-LED. Die LED500 kombiniert professionelle Funktionen mit mittlerem Preisniveau, während High-End-Produktionen eher auf Arri oder Kino Flo setzen.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze die LED500 für ihre konsistente Farbtemperatur über den gesamten Dimmbereich – bei 50% Leistung bleibt die Kelvin-Zahl stabil, was bei günstigeren LEDs oft problematisch ist. Das integrierte Diffusions-Panel erzeugt weiche Schatten ohne zusätzliche Softboxen, allerdings muss ich bei Vollauslastung auf die Lüftergeräusche achten, die bei sensiblen Tonaufnahmen stören können.

Regisseur

Die schnelle Farbtemperatur-Verstellung der LED500 erlaubt mir spontane Stimmungswechsel während der Szenenarbeit – von warmem 2800K für intime Momente bis zu kühlem 6500K für Spannungsaufbau. Besonders wertvoll ist die drahtlose Steuerung mehrerer Geräte, mit der ich die Lichtdramaturgie direkt vom Regiestuhl aus anpassen kann, ohne die Schauspieler durch Unterbrechungen aus dem Flow zu bringen.

Produzent

Mit 1.200€ pro Einheit liegt die LED500 in einem vertretbaren Preissegment für mittlere Budgets, der niedrige Stromverbrauch reduziert Generatorkosten erheblich. Ein 4er-Set ersetzt oft teurere Tungsten-Setups und spart durch das geringe Gewicht auch Transportkosten – besonders bei Location-Drehs rechnet sich das schnell gegenüber schwereren Alternativen.

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