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DPA
Ton · Equipment

DPA

Murnau AI illustration
tonangel direct sound on set sound directional microphone

Dänischer Mikrofonhersteller — bekannt für winzige Lavaliermikrofone und hochwertige Kondensatormikrofone für Filmton.

Technische Details

Moderne Film-DPAs arbeiten mit Samplingraten von 48 kHz bis 192 kHz bei 24-Bit-Auflösung. Die Ausgangsleistung reicht von 50 Watt für Nahfeldmonitore bis 2000 Watt für Subwoofer-Systeme. Typische Verzerrungswerte liegen unter 0,01% THD+N bei 1 kHz. Die Schaltfrequenz wird meist auf das 8- bis 16-fache der Samplingrate eingestellt, um Aliasing-Effekte zu minimieren. Integrierte DSP-Funktionen ermöglichen Crossover-Filter, Delay-Kompensation und Limiter-Funktionen direkt im Verstärker.

Geschichte & Entwicklung

Die erste kommerzielle DPA-Technologie entwickelte Bang & Olufsen 1998 mit dem ICEpower-Modul. Sony führte 2001 die S-Master-Technologie ein, gefolgt von Hypex mit der NCORE-Serie 2012. Im Filmbereich etablierte sich DPA-Technik ab 2005 zunächst in Subwoofer-Anwendungen, wo der hohe Wirkungsgrad bei niedrigen Frequenzen besonders vorteilhaft ist. Seit 2015 nutzen auch High-End-Studiomonitore wie die Genelec 8361A oder Neumann KH 420 ausschließlich DPA-Technologie.

Praxiseinsatz im Film

In Dolby Atmos-Mixing-Stages verstärken DPA-Module die bis zu 64 Lautsprecher-Kanäle platzsparend und wärmearm. Bei "Blade Runner 2049" (2017) ermöglichte die geringe Latenz von unter 1 ms präzise Synchronisation der Overhead-Lautsprecher. Location-Recordings profitieren von batteriebetriebenen DPA-Verstärkern für Playback-Systeme, da der niedrige Stromverbrauch 8-Stunden-Drehtage ohne Generatoren erlaubt. Die Möglichkeit zur DSP-Integration eliminiert externe Crossover und reduziert die Signalkette um bis zu 6 dB Rauschen.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber analogen Class-A/B-Verstärkern bieten DPAs 30% geringeres Gewicht und 60% weniger Wärmeentwicklung bei identischer Ausgangsleistung. Class-A-Verstärker erreichen zwar minimal niedrigere Verzerrungswerte (0,003% vs 0,01%), benötigen aber das Fünffache an Kühlungsaufwand. Für kritische Anwendungen wie ADR-Sessions werden weiterhin lineare Verstärker bevorzugt, während DPAs bei Surround-Installationen und mobilen Setups dominieren.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Bei Dialog-Szenen mit Playback achte ich darauf, dass DPA-Verstärker mindestens 2 Meter von der Kamera entfernt stehen – ihre Schaltfrequenz kann bei 200 kHz EMV-Störungen in meinen CMOS-Sensoren verursachen. Die kompakte Bauform erlaubt es mir, Monitor-Lautsprecher direkt am Set zu positionieren, ohne dass Kabelwege die Kameraführung einschränken.

Regisseur

Die millisekunden-genaue Synchronisation von DPA-Systemen ermöglicht mir präzise Playback-Cues für komplexe Choreographien oder Musikszenen. Wenn Schauspieler zu vorproduzierter Musik performen müssen, höre ich durch die niedrige Latenz keine Verzögerung zwischen meinem Kommando und der Musikwiedergabe – das macht Timing-kritische Takes deutlich einfacher.

Produzent

DPA-Verstärker reduzieren meine Stromkosten am Set um 40% gegenüber konventioneller Technik und eliminieren teure Generatoren bei kleineren Produktionen. Die geringere Wärmeentwicklung spart Klimatisierungskosten in Mixing-Stages – bei einem 4-Wochen-Mix rechne ich mit 800€ weniger Stromkosten pro Projekt.

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