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Datensicherung
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Datensicherung

Data Wrangler
Murnau AI illustration
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Spezialist für Datensicherung am Set — kopiert und organisiert digitales Filmmaterial von Kameras und Tongeräten.

Technische Details

Pro Drehtag verarbeitet ein Data Wrangler zwischen 500 GB bis 4 TB Rohdaten, abhängig von Kamera und Auflösung. RED Weapon 8K produziert etwa 300 MB pro Sekunde bei 24fps, während ARRI Alexa Mini LF circa 1,2 GB pro Minute generiert. Der Workflow umfasst das Einlesen von Speicherkarten (CFast 2.0, SxS Pro+, CFexpress), die Erstellung von Proxies in ProRes 422 LT oder H.264 sowie die Synchronisation mit Timecode und Audio. Standardsoftware sind Silverstack, Shotput Pro oder OFFLOAD von Hedge.

Geschichte & Entwicklung

Der Beruf entstand 2004 mit der ersten Generation digitaler Kinokameras. George Lucas' "Star Wars Episode III" (2005) beschäftigte erstmals dedizierte Data Wrangler für die Sony HDW-F900-Kameras. 2009 standardisierte sich der Workflow durch ARRIRAW und REDs R3D-Format. Ab 2015 erforderten 4K-6K-Produktionen spezialisierte Teams: Netflix verlangt seit 2018 eine lückenlose Chain of Custody-Dokumentation für alle Originaldaten.

Praxiseinsatz im Film

Bei "Mad Max: Fury Road" (2015) sicherten drei Data Wrangler täglich 8 TB von 14 synchronisierten Kameras. Der Workflow: Datencheck vor Ort, Backup auf LTO-7-Bänder (6 TB Kapazität), Proxy-Erstellung für den Editor binnen vier Stunden. Marvel-Produktionen nutzen ein Drei-Stufen-System: On-Set-Backup, Mobile Workstation im Basecamp, Upload in die Cloud via Aspera-Transfer mit 1 Gbit/s. Fehlerhafte Speicherkarten kosten durchschnittlich 50.000 USD Wiederholungsaufnahmen pro Drehtag.

Vergleich & Alternativen

Abgrenzung zum DIT (Digital Imaging Technician): Der DIT optimiert das Bild, der Data Wrangler sichert es. Automatisierte Systeme wie Pomfort LiveGrade Pro übernehmen zunehmend Routineaufgaben, benötigen jedoch menschliche Überwachung bei Fehlern. Cloud-basierte Lösungen (Frame.io Camera to Cloud) eliminieren physische Datenträger, erfordern aber Internetverbindungen mit mindestens 100 Mbit/s Upload. Kleinproduktionen kombinieren beide Rollen, während Blockbuster separate Spezialisten beschäftigen.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich brauche meinen Data Wrangler als verlässlichen Partner, der meine Speicherkarten schnell zurückbringt, damit ich weiterdrehen kann. Seine LUTs und Proxies müssen exakt meine Bildintention widerspiegeln, sonst entstehen Missverständnisse in der Postproduktion. Bei kritischen Takes verlange ich eine sofortige Bestätigung der Datenintegrität.

Regisseur

Der Data Wrangler ermöglicht mir, abends bereits geschnittene Sequenzen zu sichten und dramaturgische Entscheidungen für den nächsten Drehtag zu treffen. Seine schnellen Proxies sind entscheidend für mein Verständnis, ob eine Szene funktioniert oder Nachdreh benötigt. Eine verlorene Einstellung kann meine gesamte Erzählstruktur zerstören.

Produzent

Ein erfahrener Data Wrangler kostet 400-600 EUR täglich, aber verhindert Datenverluste die 50.000+ EUR kosten können. Seine Effizienz bestimmt, wann der Editor arbeiten kann und damit den gesamten Postproduktions-Zeitplan. Ich kalkuliere 15% des Kamerabudgets für Data Management inklusive Hardware und Personal.

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