Cookes kompakte Full-Frame-Primes bei T2.4 — mit wechselbarem Spiegellos-Bajonett statt PL, gebaut fuer kleine Kameras und kleine Budgets.
Die SP3 ist Cookes Versuch, den eigenen Look aus dem High-End-Segment herauszuholen. Fünf Brennweiten — 25, 32, 50, 75 und 100 Millimeter — bei durchgehend T2.4, Full-Frame-Abdeckung, kompakte Bauform. Der Preis liegt bei einem Bruchteil eines S7/i- oder S8/i-Satzes.
Der ungewöhnliche Teil: kein PL
Die SP3 kommt ab Werk nicht mit PL, sondern mit einem Spiegellos-Bajonett — Sony E, dazu Canon RF, Leica L und M als wechselbare Optionen, die der Anwender selbst montiert. Das ist für Cooke ein Bruch, und es ist die klarste Ansage darüber, für wen die Serie gebaut ist: Sony FX, Venice mit Adapter, RED Komodo, Panasonic. Wer PL braucht, ist bei dieser Serie nicht gemeint.
Was T2.4 bedeutet
T2.4 ist eine Blende langsamer als die S4/i und deutlich langsamer als die Speed Panchros. Das ist der sichtbarste Kompromiss der Serie. Praktisch fällt er weniger ins Gewicht als erwartet, weil Full-Frame bei gleicher Bildwirkung ohnehin eine geschlossenere Blende erlaubt als Super 35 — der Freistellungsgrad einer 50-mm-T2.4 auf Full Frame entspricht ungefähr dem eines 35-mm-T1.8 auf Super 35.
Mechanik
Neun-Blatt-Iris, 78 Grad Blendenweg, 160 Grad Fokusweg, 64 Millimeter Frontdurchmesser durchgehend, 0,8-MOD-Zahnkränze. 160 Grad sind für einen Fokus-Assistenten knapp — Cine-Primes liegen typisch bei 270 bis 300 Grad. Auf einer Handkamera oder einem Gimbal, wo ohnehin per Funk gezogen wird, fällt das kaum auf; bei präzisen Schärfeverlagerungen im Studio schon.
Der Look
Bilddiagonale 81 Grad auf Full Frame, 62 Grad auf Super 35. Die Serie erbt die Cooke-Charakteristik — warme Hauttöne, weicher Highlight-Abfall, kontrolliertes Bokeh — ohne die Auflösung der teuren Serien zu erreichen. Genau das ist der Punkt: der Look ist das Produkt, nicht die Messleistung.
Verwandte Begriffe
Quiz
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