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Cooke
Kamera · Equipment

Cooke

Murnau AI illustration
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Britischer Objektivhersteller, spezialisiert auf Kinoobjektive mit charakteristischem warmen, organischen Rendering.

Technische Details

Cooke-Objektive nutzen proprietäre optische Designs mit 8-16 Linsenelementen in 6-11 Gruppen, abhängig von der Brennweite. Die aktuellen S7/i-Objektive decken Brennweiten von 18mm bis 300mm ab, alle mit konstanter Blende T2.0. Das /i Technology System integriert elektronische Kontakte, die Metadaten wie Brennweite, Blende und Fokuseinstellung direkt an die Kamera übertragen. Die Objektive erreichen eine Auflösung von über 200 Linienpaaren pro Millimeter bei 50% Kontrast und sind für 8K-Sensoren optimiert. Der Fokusring dreht sich über 300°, der Blendenring über 90°, beide mit standardisierten 0,8mm Zahnrädern für Follow Focus-Systeme.

Geschichte & Entwicklung

1886 gründeten Thomas Cooke & Sons das Unternehmen in York, England. 1998 übernahm Les Zellan die Firma und verlegte sie nach Leicester. Den Durchbruch erzielte Cooke 1921 mit dem Speed Panchro, dem ersten speziell für Kinokameras entwickelten Objektiv mit T2.3. Die S4/i-Serie (2000) etablierte den modernen Standard für digitale Kinoobjektive. 2016 folgte die S7/i Full Frame Plus-Serie für Vollformat-Sensoren, 2019 die Anamorphic/i SF (Special Flair) mit verstärkten optischen Artefakten. 2021 präsentierte Cooke die SP3-Serie als kompakte Alternative für Independent-Produktionen.

Praxiseinsatz im Film

Roger Deakins verwendete Cooke S4/i für "Blade Runner 2049" (2017), um den organischen Look der Original-Panavision-Objektive zu emulieren. "The Crown" (Netflix) nutzt ausschließlich Cooke Anamorphic/i, um den königlichen Glanz visuell zu verstärken. Die S7/i-Serie kam bei "Dune" (2021) zum Einsatz, kombiniert mit Arri Alexa LF-Kameras für maximale Sensor-Ausnutzung. Cooke-Objektive erzeugen charakteristische Highlight-Effekte und sanfte Hautton-Wiedergabe, weshalb sie bevorzugt für Porträts und dramatische Szenen eingesetzt werden.

Vergleich & Alternativen

Cooke-Objektive unterscheiden sich von Zeiss Master Primes durch wärmere Farbwiedergabe und weniger sterile Bildästhetik. Gegenüber Leica Summilux-C bieten Cooke-Objektive konsistentere Farbabstimmung innerhalb der Objektivserie. ARRI Signature Primes konkurrieren direkt mit der S7/i-Serie, bieten jedoch größere Blendenöffnungen bis T1.8. Während Zeiss auf technische Perfektion setzt, fokussiert Cooke auf charakteristische Bildästhetik mit kontrollierten optischen "Fehlern" wie sphärischer Aberration für den gewünschten organischen Look.

Aktuelles

Die Cooke S4/i Objektive etablieren sich weiterhin als Standard in der professionellen Filmproduktion. Ein aktuelles Showreel dokumentiert weltweite Produktionen, die mit diesen Optiken gedreht wurden. Filmemacher kombinieren die S4/i Serie erfolgreich mit modernen Kameras wie der Sony FS7, was die Vielseitigkeit und anhaltende Relevanz der Cooke-Optiken in verschiedenen Produktionsgrößen unterstreicht.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze Cooke-Objektive für ihre vorhersagbare Hautton-Wiedergabe und die sanften Übergänge zwischen Schärfe und Unschärfe. Die /i-Technologie erleichtert mir die Arbeit mit digitalen Workflows erheblich, da alle Objektivdaten automatisch in die Metadaten geschrieben werden. Bei Available Light-Situationen nutze ich die konstante T2.0 der S7/i-Serie für gleichmäßige Belichtung beim Brennweitenwechsel.

Regisseur

Cooke-Objektive verleihen meinen Charakteren eine warme, emotionale Ausstrahlung, die besonders bei Dramen und romantischen Szenen funktioniert. Der charakteristische Cooke Look unterstützt meine narrative Absicht, ohne aufdringlich zu wirken - die Optik dient der Geschichte, lenkt aber nie von ihr ab. Für Thriller oder Science-Fiction wähle ich bewusst andere Hersteller, da deren steriler Look besser zur Genrestimmung passt.

Produzent

Eine komplette Cooke S7/i-Serie kostet etwa 400.000 Euro, aber die Investition amortisiert sich durch die hohe Nachfrage bei Premium-Produktionen. Die Wiederverkaufswerte bleiben stabil, und Versicherungen akzeptieren Cooke-Equipment problemlos. Für internationale Co-Produktionen sind Cooke-Objektive Industriestandard, was die Zusammenarbeit mit ausländischen Kamerateams vereinfacht und Kompatibilitätsprobleme vermeidet.

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