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Cooke S7
Kamera · Equipment

Cooke S7

Cooke Optics
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Cooke S7: Vollformat-Objektivserie von Cooke für große Sensoren mit gleichmäßiger Lichtstärke T2.0 durch alle Brennweiten.

Technische Details

Brennweiten

182532405075100135300
T2.0T2.0T2.0T2.0T2.0T2.0T2.0T2.0T2.0
0,60m0,60m0,60m0,60m0,70m1,00m1,20m1,50m2,10m
2,8kg3,0kg3,1kg3,2kg3,3kg3,5kg3,8kg4,0kg4,2kg
110110110110110110110110110
90°72°60°50°40°27°20°15°
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PL · 110mm Front · 300° Fokus · /i Tech · Full Frame

Die S7/i-Serie umfasst neun Brennweiten: 18mm, 25mm, 32mm, 40mm, 50mm, 75mm, 100mm, 135mm und 300mm, alle mit konstanter T2.0 Blende. Die Objektive verwenden Cookes charakteristische spherical aberration correction und verfügen über /i Technology für Metadatenübertragung an kompatible Kameras. Der Fokusring rotiert um 300° für präzise Schärfeverlagerungen, das Frontgewinde beträgt durchgängig 110mm. Die Objektive wiegen zwischen 2,8kg (18mm) und 4,2kg (300mm) und messen in der Länge zwischen 142mm und 185mm.

Das optische Design basiert auf 15-20 Linsenelementen je nach Brennweite, mit spezieller Cooke-Vergütung für minimale Reflexionen. Die Close-Focus-Distanz variiert zwischen 0,6m (Weitwinkel) und 2,1m (300mm).

Geschichte & Entwicklung

Cooke kündigte die S7/i-Serie im Februar 2018 auf der BSC Expo an, als Reaktion auf Kameras wie die RED Monstro, Arri Alexa LF und Sony Venice. Die ersten Objektive erreichten den Markt Ende 2018, wobei zunächst nur vier Brennweiten verfügbar waren. 2019 folgte die Komplettierung mit den restlichen Brennweiten. Die Entwicklung dauerte vier Jahre und kostete Cooke über 10 Millionen Pfund.

Die S7/i nutzt Cookes 70-jährige Erfahrung in der Kinoobjektiv-Fertigung und überträgt den charakteristischen "Cooke Look" erstmals vollständig auf das Vollformat.

Praxiseinsatz im Film

Die S7/i-Serie kam bei Produktionen wie "1917" (2019, DoP Roger Deakins), "Dune" (2021, DoP Greig Fraser) und "The Batman" (2022, DoP Greig Fraser) zum Einsatz. Kameraleute schätzen die geringe Schärfentiefe bei T2.0 für isolierte Subjects und die nahtlose Schnittfolge zwischen verschiedenen Brennweiten.

Der charakteristische Cooke-Look zeigt sich durch sanfte Kontraste, warme Hauttöne und organisches Bokeh. Focus-Puller profitieren von den langen Schärfewegen und präzisen Markierungen. Die Kombination mit Vollformat-Sensoren ermöglicht extremere Weitwinkel-Perspektiven ohne Fisheye-Verzerrung.

Vergleich & Alternativen

Die S7/i konkurriert direkt mit Zeiss Supreme Primes (T1.5), Sigma Cine FF (T1.5-2.8) und Arri Signature Primes (T1.8-2.8). Während Zeiss auf maximale Schärfe setzt, bevorzugt Cooke organische Abbildung. Sigma bietet günstigere Vollformat-Optiken mit variablen Blenden, erreicht aber nicht die mechanische Präzision der S7/i.

Für kleinere Budgets bieten die Cooke S4/i (Super35) eine Alternative mit ähnlichem Look. Bei extremen Low-Light-Anforderungen übertreffen Zeiss Supreme oder Leica Summilux-C die S7/i durch T1.5-Lichtstärke.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze an den S7/i besonders die durchgängige T2.0 über alle Brennweiten – das gibt mir konsistente Exposure-Bedingungen und identische Schärfentiefen-Charakteristik. Der 300°-Fokusring ermöglicht mir extrem präzise Rack-Focus-Moves, die bei Vollformat-Bokeh entscheidend sind. Die warme Farbwiedergabe der Cookes harmoniert perfekt mit LED-Licht und spart mir Color-Grading-Zeit.

Regisseur

Mit den S7/i kann ich Charaktere durch extreme Schärfentiefe emotional isolieren, ohne dass das Bokeh künstlich wirkt – der organische Cooke-Look unterstützt meine narrative Absicht. Die große Brennweitenauswahl von 18mm bis 300mm erlaubt mir, komplette Sequenzen ohne Objektivwechsel zu drehen und dabei visuell konsistent zu bleiben. Besonders bei Nahaufnahmen geben mir die S7/i diese warme, menschliche Bildsprache, die digitale Kameras oft vermissen lassen.

Produzent

Ein kompletter S7/i-Satz kostet etwa 400.000 Euro, aber die Rental-Rates amortisieren sich durch die hohe Nachfrage bei High-End-Produktionen. Die robuste Bauweise reduziert Ausfallzeiten am Set, und die /i-Metadaten sparen Post-Production-Zeit bei VFX-lastigen Projekten. Allerdings benötige ich stärkere Kamera-Supports und größere Transport-Cases, was die Logistik-Kosten um etwa 15% erhöht.

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