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Chroma-Q
Licht · Begriffe

Chroma-Q

Murnau AI illustration
color temperature flow roll take

Britischer Hersteller von LED-Scheinwerfern und Farbwechsel-Leuchten — spezialisiert auf RGB-Systeme für Theater und Film.

Technische Details

Die aktuellen Chroma-Q-Systeme arbeiten mit hochleistungsstarken LEDs von 10-50 Watt pro Farbkanal und erreichen einen Farbwiedergabeindex (CRI) von bis zu 95. Die Color Force-Serie bietet beispielsweise 12-bit-Farbauflösung mit über 16 Millionen Farbkombinationen. Die Geräte unterstützen DMX-512, RDM (Remote Device Management) und Art-Net-Protokolle. Typische Modelle wie die Color Force 72 erreichen 7.200 Lumen bei einem Stromverbrauch von 350 Watt und arbeiten mit Farbtemperaturen von 2.700K bis 10.000K. Die Studio Force-Serie für den Broadcast-Bereich bietet flimmerfreies Licht ab 400Hz für Hochgeschwindigkeitskameras.

Geschichte & Entwicklung

Chroma-Q begann 1987 mit konventioneller Theatertechnik und wechselte 2004 zu LED-Technologie. 2006 brachte das Unternehmen die ersten Color Force-Leuchten für Film und Fernsehen auf den Markt. 2012 wurde Chroma-Q von der französischen Ayrton-Gruppe übernommen. Die Einführung der Space Force-Serie 2018 markierte den Sprung zu batteriebetriebenen, kabellosen LED-Panels mit App-Steuerung.

Praxiseinsatz im Film

Chroma-Q-Leuchten kommen bei großen Produktionen wie "Game of Thrones" (Color Force 72 für Nachtszenen), "The Crown" (Studio Force für Innenaufnahmen) und Marvel-Filmen zum Einsatz. Die präzise Farbsteuerung ermöglicht nahtlose Übergänge zwischen verschiedenen Tageszeiten ohne Filterwechsel. Bei "Blade Runner 2049" wurden Color Force-Arrays für die charakteristische Neon-Atmosphäre verwendet. Die geräuscharme Kühlung macht sie ideal für Dialog-intensive Szenen.

Vergleich & Alternativen

Chroma-Q konkurriert mit ARRI SkyPanel, Kino Flo FreeStyle und Aputure-Systemen. Während ARRI-Panels größere Leuchtflächen bieten, punktet Chroma-Q mit präziserer Farbkalibrierung und robusteren Gehäusen für Außendrehs. Gegenüber Kino Flo bietet Chroma-Q höhere Lichtausbeute, aber weniger diffuse Ausleuchtung. Die Color Force-Serie eignet sich für punktuelle Akzentbeleuchtung, während SkyPanels flächige Grundausleuchtung bevorzugen.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze die präzise Farbkalibrierung der Chroma-Q-Systeme, besonders bei Mischlicht-Situationen wo ich verschiedene Kelvin-Werte nahtlos anpassen kann. Die hohe Lichtausbeute ermöglicht mir kleinere Blendenöffnungen für mehr Schärfentiefe, während die flimmerfreie Technologie bei Zeitlupen-Aufnahmen entscheidend ist.

Regisseur

Die stufenlose Farbsteuerung gibt mir emotionale Flexibilität – ich kann die Stimmung einer Szene in Echtzeit verändern, ohne dass die Crew Gels wechseln muss. Besonders bei intimaten Dialogszenen nutze ich die geräuscharmen Chroma-Q-Panels, um die Schauspieler nicht durch Lüftergeräusche abzulenken.

Produzent

Die höheren Anschaffungskosten von 3.000-8.000 Euro pro Unit amortisieren sich durch wegfallende Gel- und Stromkosten sowie schnellere Setup-Zeiten. Ein Chroma-Q-Setup spart mir täglich 2-3 Stunden Beleuchtungszeit, was bei einer 50-Drehtage-Produktion erhebliche Personalkosten reduziert.

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