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CFexpress Type B
Kamera · Begriffe

CFexpress Type B

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CFexpress Type B: Standard CFexpress-Format mit bis zu 1.700 MB/s. XQD-kompatibel, in Canon, Nikon und Panasonic Kameras verbreitet.

Technische Details

CFexpress Type B nutzt zwei PCIe-3.0-Lanes mit je 8 GT/s für eine theoretische Bandbreite von 2 GB/s. Das NVMe 1.3-Protokoll ermöglicht parallele Datenverarbeitung und reduziert Latenzen auf unter 10 Mikrosekunden. Die Karten arbeiten in einem Temperaturbereich von -25°C bis +85°C und unterstützen VPG (Video Performance Guarantee) 400, was kontinuierliche Schreibraten von 400 MB/s garantiert. Die elektrischen Kontakte sind vergoldet und für über 10.000 Einsteckzyklen ausgelegt.

Geschichte & Entwicklung

Die CompactFlash Association stellte CFexpress 2017 vor, wobei Type B als mittleres Format zwischen Type A (20×28 mm) und Type C (54×74 mm) positioniert wurde. Sony führte 2019 mit der α7R IV die erste Kamera mit CFexpress Type B-Slot ein. Canon folgte 2020 mit der EOS R5, Nikon 2021 mit der Z9. Hersteller wie SanDisk, Lexar und Sony brachten bis 2022 Karten mit 1 TB und mehr auf den Markt, wobei die Preise von anfangs 600 Euro pro 128 GB auf unter 200 Euro fielen.

Praxiseinsatz im Film

CFexpress Type B ermöglicht die Aufzeichnung von 8K-RAW-Material ohne Pufferbegrenzung, wie bei Canons R5 mit 8K/30p in Cinema RAW Light (2,6 GB/min). Bei der Sony FX9 werden XAVC-I-4K-Streams mit 600 Mbps kontinuierlich geschrieben. Die hohe Geschwindigkeit reduziert Offload-Zeiten erheblich: 1 TB Footage transferiert in unter 10 Minuten via CFexpress-Kartenleser mit Thunderbolt 3. Professionelle Workflows nutzen Dual-Slot-Kameras für simultane Backup-Aufzeichnung auf CFexpress und SD-Karte.

Vergleich & Alternativen

CFexpress Type B ist 3-5x schneller als UHS-II SD-Karten (bis 300 MB/s) und doppelt so schnell wie die Vorgänger-XQD-Karten (bis 800 MB/s). Während SD-Karten für Full-HD und 4K-Standard-Codecs genügen, benötigen 6K/8K-RAW-Formate CFexpress-Geschwindigkeiten. Type A eignet sich für kompakte Kameras wie Sony α7S III, Type B für professionelle Cinema-Cameras. SSD-basierte Recorder wie Atomos Ninja V bieten mehr Kapazität (bis 8 TB), sind aber voluminöser und benötigen externe Stromversorgung.

Aktuelles

Atomos hat mit den neuen Ninja-Modellen nach sieben Jahren eine komplette Neugestaltung der Ninja V-Serie vorgenommen. Die neuen Geräte unterstützen erstmals CFexpress Type B-Karten und bieten damit professionelle Speicherlösungen für hochauflösende Videoaufnahmen. Zusätzlich verfügen sie über eine zentrale Batteriehalterung und integrierte Kamerasteuerung via USB-C.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich setze CFexpress Type B ein, wenn ich in 8K oder hochbitratigem 4K-RAW drehe – die Karte limitiert nie meine Kreativität durch Pufferstaus. Besonders bei langen Takes oder schnellen Schnittfolgen kann ich durchgehend aufzeichnen, ohne auf Komprimierung angewiesen zu sein. Die kurzen Offload-Zeiten am Set bedeuten, dass ich mehr Zeit für die eigentliche Arbeit habe statt fürs Datenwarten.

Regisseur

Mit CFexpress kann ich spontane, lange Einstellungen fahren ohne technische Unterbrechungen – perfekt für Improvisation oder emotionale Szenen, die ich nicht durch Kartenwechsel zerstören will. Die Möglichkeit, in höchster Qualität aufzuzeichnen, gibt mir maximale Flexibilität in der Post für Reframes, Zeitlupen oder Farbkorrekturen.

Produzent

CFexpress Type B kostet 150-400 Euro pro Karte, aber reduziert meine Workflow-Kosten durch schnellere Datenhandling und weniger benötigte Backup-Karten. Für eine 10-tägige 8K-Produktion rechne ich mit 8-12 Karten à 512 GB statt 30-40 SD-Karten – weniger Logistik, weniger Fehlerquellen, kürzere Post-Production-Zeiten.

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