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CFast
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CFast

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CFast: Kompakte Speicherkarte mit bis zu 525 MB/s für 4K-Kameras. Basiert auf SATA-Interface, wird von RED, Blackmagic und Canon verwendet.

Technische Details

CFast-Karten basieren auf dem SATA-3-Interface und verwenden NAND-Flash-Speicher mit einer Formfaktor-Größe von 42,8 × 36,4 × 3,3 mm. CFast 1.0 erreicht theoretisch bis zu 300 MB/s, während CFast 2.0 bis zu 600 MB/s schafft. Die Karten sind in Kapazitäten von 32 GB bis 512 GB verfügbar, wobei moderne Versionen VPG-130 (Video Performance Guarantee) unterstützen und garantierte Mindestschreibgeschwindigkeiten von 130 MB/s bieten. Der 7+15-polige SATA-Anschluss unterscheidet sich grundlegend vom parallelen Interface der CompactFlash-Vorgänger.

Geschichte & Entwicklung

Die CompactFlash Association stellte CFast 1.0 im Jahr 2009 vor, gefolgt von CFast 2.0 im Jahr 2012. Canon führte 2012 mit der EOS-1D C eine der ersten CFast-kompatiblen Kameras ein. Blackmagic Design etablierte den Standard 2013 mit der URSA-Kameraserie im Independent-Film-Bereich. SanDisk und Lexar dominierten den frühen Markt, wobei später auch Angelbird und Wise Advanced ihre Professional-Linien entwickelten.

Praxiseinsatz im Film

CFast-Karten ermöglichen die Aufzeichnung von 4K-RAW-Material in Kameras wie der Canon C300 Mark II, Blackmagic URSA Mini Pro oder RED DSMC2-Systemen. Bei 4K-ProRes-422-HQ-Recording mit 400 Mbps benötigt man mindestens CFast-Karten mit VPG-130-Zertifizierung. Typische Workflows verwenden CFast-zu-USB-3.0-Reader für den Datentransfer, wobei eine 128-GB-Karte etwa 25 Minuten 4K-RAW-Material speichert. Der Vorteil liegt in der zuverlässigen Aufzeichnung hochbiträtiger Formate ohne Dropped Frames, der Nachteil in den höheren Kosten gegenüber SD-Karten.

Vergleich & Alternativen

CFast unterscheidet sich von XQD durch den SATA-basierten Anschluss gegenüber PCIe-Technologie, wobei XQD theoretisch höhere Geschwindigkeiten erreicht. CFexpress Type-B löst CFast als Nachfolgestandard ab und bietet Geschwindigkeiten bis 1.700 MB/s. P2-Karten von Panasonic verwenden ebenfalls Flash-Speicher, sind jedoch physisch größer und teurer. CFast eignet sich für 4K-Produktionen mit mittleren Datenraten, während CFexpress bei 8K-RAW-Aufzeichnungen oder High-Frame-Rate-Shooting unverzichtbar wird.

Aktuelles

Blackmagic Design setzt weiterhin auf CFast 2.0 als primäres Speichermedium in professionellen Kameras. Die neue Pocket Cinema Camera 6K G2 nutzt CFast 2.0 neben SD UHS-II und USB-C für die Aufzeichnung von 6K-Material. Dies bestätigt die anhaltende Bedeutung des CFast-Standards für hochauflösende Filmproduktionen.

Aktuelles

In der Praxis zeigen sich bei CFast-Karten spezifische Herausforderungen: Die Canon C300 Mark II erfordert eine kameraspezifische Formatierung der Karten, die nicht am Computer vorgenommen werden kann. Bei der Blackmagic Ursa 12K stoßen CFast 2.0-Karten an ihre Geschwindigkeitsgrenzen, wenn BRAW in höchster Qualität aufgezeichnet wird. Filmemacher diskutieren zunehmend, ob kostengünstigere M.2-SSDs eine Alternative zu den teuren professionellen Speicherkartenformaten darstellen könnten.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich verwende CFast 2.0 in meiner C300 Mark III für 4K-Cinema-RAW-Light-Aufzeichnungen, da die garantierten 130 MB/s Schreibgeschwindigkeit Dropped Frames bei kritischen Takes verhindern. Die kompakte Bauform ermöglicht längere Handheld-Sessions ohne zusätzliches Gewicht durch externe Recorder. Bei mehrtägigen Drehs plane ich mindestens vier 256-GB-Karten ein, um kontinuierlich arbeiten zu können, während eine Karte im Reader kopiert wird.

Regisseur

CFast-Aufzeichnung gibt mir die Sicherheit, spontane Momente in voller 4K-Qualität zu capturing, ohne mir Gedanken über technische Limitierungen machen zu müssen. Besonders bei dokumentarischen Arbeiten oder improvisierten Szenen kann ich längere Takes fahren, da die Karten zuverlässig hohe Datenraten bewältigen. Die schnelle Datenübertragung ermöglicht es mir, bereits am Set erste Schnitte zu sichten und Entscheidungen für weitere Takes zu treffen.

Produzent

CFast-Karten kosten etwa das Dreifache von vergleichbaren SD-Karten, aber die Investition rechtfertigt sich durch reduzierte Post-Production-Zeiten und weniger technische Ausfälle am Set. Für eine vierwöchige 4K-Produktion kalkuliere ich 8-12 CFast-Karten à 200-400 Euro, plus entsprechende Reader für den DIT-Workflow. Die höhere Zuverlässigkeit gegenüber günstigeren Alternativen minimiert das Risiko kostspieliger Wiederholungsaufnahmen.

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